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Van-Gogh-Attentat: Morddrohung gegen "Ungläubige"
Mord an niederländischen Regisseur van Gogh

Täter hinterlässt Brief mit Morddrohungen

In dem fünfseitigen Brief wird die Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali bedroht (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: In dem fünfseitigen Brief wird die Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali bedroht ]
Ein Brief, der am Körper des in Amsterdam ermordeten niederländischen Regisseurs Theo van Gogh gefunden worden ist, enthält eine Morddrohung gegen eine Parlamentsabgeordnete. Das teilte Justizminister Piet Hein Donner mit. Der Brief enthalte "eine direkte Warnung" an Ayaan Hirsi Ali, sagte der Minister. Ali schrieb das Drehbuch für einen Kurzfilm van Goghs, in dem die Behandlung von Frauen im Islam kritisiert wird.

"Heiliger Krieg" in den Niederlanden angedroht

Donner erklärte, der fünfseitige "Offene Brief" drohe Ungläubigen, Amerika, Europa, den Niederlanden und Hirsi Ali einen Heiligen Krieg an. Der auf niederländisch und arabisch verfasste Brief erwecke den Anschein, als stamme er nicht von einer Einzelperson, sondern von einer Organisation. Dies sei besorgniserregend, sagte Donner. Die in Somalia geborene Hirsi Ali hat dem muslimischen Glauben abgeschworen. Sie hat sich bereits in der Vergangenheit den Zorn von Muslimen zugezogen, indem sie islamische Sitten kritisierte sowie die Weigerung muslimischer Familien, sich der niederländischen Lebensart anzupassen.

Filmemacher Theo van Gogh (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Filmemacher Theo van Gogh ]
Wie die niederländischen Zeitungen berichten, werden in dem Brief auch der Fraktionschef der Liberalen im Parlament, Jozias van Aartsen, und der Amsterdamer Bürgermeister Job Cohen genannt. Der Brief mit der Drohung war mit einem Messer in den Körper van Goghs gerammt worden. Die Behörden haben nach Angaben der Blätter die Sicherheitsvorkehrungen für die Bedrohten verschärft.

Stand: 25.11.2004 08:25 Uhr
 

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