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Ausland
Frankreichs Regierung verbietet Blackberry-Nutzung
Frankreichs Regierung verbietet Smartphone-Einsatz

Spionage durch Blackberrys?

Blackberry-Telefon (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Daten lesbar? Der Blackberry-Hersteller weist den Verdacht zurück ]
Die französische Regierung hat die Nutzung von Blackberry-Telefonen wegen drohender Ausspionierung durch angelsächsische Geheimdienste verboten. Die Nutzung der Geräte des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM) sei den Mitarbeitern in allen Ministerien, im Regierungssitz Matignon und dem Elysée-Palast des Präsidenten untersagt worden, berichtete die Zeitung "Le Monde".

Grund sei die Tatsache, dass alle Blackberry-Daten über Server in den USA und in Großbritannien laufen. Paris fürchte, dass der US-Geheimdienst NSA, der weltweit Kommunikationswege überwacht, damit Zugriff auf geheime Regierungsdaten bekomme. Das dem Premierminister unterstellte Generalsekretariat für nationale Verteidigung (SGDN) habe die Anweisung mehreren Regierungsstellen zugeleitet, hieß es in dem Bericht.

Risiko des Datenabfangs

Damit wurde demnach eine schon vor 18 Monaten gemachte Vorgabe zum Regierungswechsel im vergangenen Monat erneuert. SGDN-Vertreter Alain Juillet, der für Wirtschaftsspionage zuständig ist, sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Es gibt immer ein Risiko, dass Daten abgefangen werden, ganz gleich, ob es sich um Regierungsstellen oder Unternehmen handelt."

Blackberry-Telefone können E-Mails von einem Server empfangen. Dieser Dienst wird weltweit von rund acht Millionen Abonnenten genutzt. Das Bundesamt für Informationssicherheit hatte im Oktober 2005 vor Sicherheitslücken gewarnt, da es die theorerische Möglichkeit gebe, dass Dritte auf die E-Mails zugreifen könnten. RIM wies den Verdacht zurück und betonte, dass alle Daten verschlüsselt seien. Dieser Schlüssel bleibe ausschließlich in der Umgebung des Kunden und könne nicht von einem Blackberry-Server aus gelesen werden.

Stand: 20.06.2007 11:05 Uhr
 

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