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[Bildunterschrift: Concorde-Nachfolger im Testflug ]
Japan hat erfolgreich den Prototyp eines Überschallflugzeugs getestet und damit einen weiteren Schritt zu einem Nachfolger der Concorde unternommen. Das unbemannte, elfeinhalb Meter lange Modell des neuen Jets sei auf dem Versuchsgelände von Woomera in Südaustralien von einer Rakete auf eine Höhe von 20 Kilometern geschossen worden und dann 15 Minuten alleine geflogen, teilte die japanische Luft- und Raumfahrtbehörde (Jaxa) mit. Mit Fallschirmen sei der Jet anschließend auf die Erde zurückgekehrt.
"Unserer Ansicht nach haben wir einen großen Schritt bei der Weiterentwicklung der Überschall-Technik gemacht", sagte Jaxa-Direktor Kimio Sakata.
Der neue Jet soll Platz haben für 300 Passagiere, drei mal so viele wie in die Concorde passten. Er soll mit doppelter Schallgeschwindigkeit fliegen, wie es auch jetzt schon beim Test gelang. Sakata zufolge könnte das Flugzeug in 15 Jahren kommerziell einsetzbar sein. Bis dahin müssen die Entwickler aber noch einige wirtschaftliche und ökologische Schwierigkeiten meistern: Der Treibstoffverbrauch etwa muss gesenkt und der Lärmpegel gemindert werden.
Japan schloss nun eine Kooperation mit Frankreich, um die Probleme anzugehen. Zunächst sollen die Daten aus dem Testflug ausgetauscht werden. Wie teuer das gesamte Projekt wird, ist nicht bekannt. Ein vor drei Jahren fehlgeschlagener Testflug und der jetzige Versuch kosten zusammen umgerechnet 91 Millionen Euro. Zudem bestehen grundsätzliche Zweifel, ob der Jet jemals profitabel sein wird. Denn die in den 60er Jahren entwickelte Concorde flog nie Gewinn bringend. Die letzte Concorde war nach einem Absturz im Juli 2000 bei Paris außer Dienst gestellt worden. Damals starben 113 Menschen.
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