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[Bildunterschrift: Auch zwölf Tage nach dem Erdbeben in Kaschmir sind Verletzte nur notdürfig versorgt ]
Die Helfer in den Katastrophengebieten Pakistans klagen zunehmend über die massiven Probleme vor Ort. UN-Nothilfekoordinator Jan Egeland forderte einen NATO-Einsatz für die Erbebenopfer. Wegen des "logistischen Alptraums" im Norden Pakistans solle das Atlantische Bündnis eine Luftbrücke einrichten, sagte er in Genf. "Ich weiß nicht, wie mehrere hunderttausend Menschen aus dem Himalaja evakuiert werden können, aber das effizienteste Militärbündnis der Welt sollte das wissen." Egeland will heute zum NATO-Hauptquartier nach Brüssel reisen, um seinen Hilfsappell persönlich vorzubringen.
[Bildunterschrift: Es gibt zu wenig winterfeste Zelte in Muzaffarabad ]
Nach Einschätzung der britischen Regierung werden in dem Krisengebiet noch viel mehr Menschen sterben, wenn die Welt nicht schneller hilft. Insbesondere die Millionen Menschen, die durch das Beben vor fast zwei Wochen obdachlos geworden seien, müssten sofort versorgt werden, sagte Entwicklungshilfeminister Hilary Benn am Donnerstag nach einem Besuch in den am schwersten getroffenen Nordwesten Pakistans. Es würden deutlich mehr Zelte benötigt, um die Betroffenen vor Wintereinbruch unterzubringen. Zudem müssten die Vereinten Nationen mehr Rettungskräfte entsenden.
[Bildunterschrift: UN-Generalsekretär Kofi Annan ]
UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte die Weltgemeinschaft bereits am Vortag dringend um mehr Hilfe gebeten. Anders als bei anderen Naturkatastrophen, bei denen die Opfer auf der Stelle tot seien, stehe die Bilanz des Erdbebens vom 8. Oktober noch nicht fest, sagte er. "Wenn wir unsere Anstrengungen nicht verdoppeln, wird es ein zweites Massengrab geben."
Nach den jüngsten Angaben der pakistanischen Regierung wurden bei dem Erdbeben vom 8. Oktober rund 50.000 Menschen getötet und 74.000 verletzt. Drei Millionen Menschen wurden obdachlos.
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