Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
[Bildunterschrift: Die US-Soldaten im Irak werden immer wieder angegriffen ]
Immer mehr Amerikaner zweifeln am Sinn des Militäreinsatzes im Irak. Zumal das Pentagon gerade Berichte bestätigte, nach denen 2000 US-Soldaten im Irak starben. Etwa ein Viertel von ihnen kam bei so genannten Nicht-Feindberührungen ums Leben – also zumeist bei Unfällen. Wie viele GIs verwundet wurden, weiß in der Öffentlichkeit niemand so genau, denn zu diesen Zahlen schweigt das Pentagon beharrlich.
Von Carsten Schmiester, ARD-Hörfunkstudio Washington
[Bildunterschrift: US-Präsident George W. Bush ]
Für George Bush steht fest – der Irak ist auf dem Weg zur Demokratie. Die Annahme der von den USA unterstützten Verfassung des Landes sieht er positiv, auch wenn die Sunniten mehrheitlich dagegen gestimmt haben und weiterer Ärger vorprogrammiert scheint. In einer Rede vor Offiziersfrauen sagte Bush: "Mit dieser mutigen Abstimmung hat das irakische Volk erneut bewiesen, dass es für den Aufbau einer Demokratie ist, dass es gegen Extremismus steht und gegen Gewalt."
Kurze Zeit später bestätigte das US-Verteidigungsministerium Medienberichte, dass im Irak der 2000.US-Soldat seit Beginn des Militäreinsatzes im März 2003 ums Leben kam.
"Krieg bedeutet Opfer, jeder einzelne Verlust bricht das Herz. Der beste Weg, die Gefallenen zu ehren, ist es, die Mission zu erfüllen und mit der Verbreitung von Freiheit die Grundlage für Frieden zu legen", so Bush.
Doch immer mehr Amerikaner zweifeln am Sinn des Irakeinsatzes und fragen "why" - warum passiert das alles und wofür? Die Antwort gibt erneut der Präsident, der in seinem Kampf gegen den Terror nichts anderes akzeptiert als "den umfassenden Sieg".
Ein möglichst schneller Abzug dagegen wäre inzwischen vielen deutlich lieber. Die Unzufriedenheit mit dem "Kriegsherrn" Bush wächst, nur noch 37 Prozent der US-Bürger sind einverstanden mit dem, was er tut. Der Rest stimmt eher Leuten wie Senator Joe Biden von den oppositionellen Demokraten zu, wenn er sagt: "Der Unterschied zwischen dem, was die Politik sagt und dem, was die Amerikaner im Irak beobachten, hat der Glaubwürdigkeit dieser Regierung erheblich geschadet."
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW