Symbol des Welt-Aids-Tags Das rote Band der Solidarität

Stand: 26.08.2007 01:48 Uhr

Zum Gedenken und zur Information über Aids wird seit 1988 der Welt-Aids-Tag begangen. Wie jedes Jahr am 1. Dezember soll auch diesmal wieder weltweit auf die zunehmende Verarmung und Vereinsamung der Menschen mit HIV und Aids sowie die dramatische Entwicklung der HIV-Neuinfektionen in Teilen Mittel- und Osteuropas aufmerksam gemacht werden.

"Leben und leben lassen "

Die UN-Gesundheitsorganisation WHO hat ihn als einen Tag der Toleranz und des Austauschs von Informationen über HIV und Aids etabliert.

"Red Ribbon"

Das Symbol beim Thema Aids ist eine Rote Schleife. Das „Red Ribbon“, so wird die Aids-Schleife international genannt, hat zwei Ziele: Es soll weltweite Solidarität und Toleranz gegenüber Aids-Kranken symbolisieren und die Menschen im gemeinsamen Kampf gegen die Immunschwäche vereinen. Im Golfkrieg 1991 trugen viele Amerikaner eine gelbe Schleife als Zeichen dafür, dass sie an ihre Soldaten denken. In Anlehnung daran ist das rote „Red Ribbon“ entstanden.

Rot wie Blut

Die rote Farbe: Sie steht für die Liebe gegenüber den Erkrankten. Sie ist rot wie Blut, stellvertretend für den Schmerz über die Toten. Und sie drückt die Wut über die Hilflosigkeit der Menschheit aus, die Krankheit zu besiegen.

100.000 Aidsschleifen auf Rockkonzert

Fernsehshows und Prominente machten die Schleife Anfang der 90er Jahre schnell bekannt. Am Ostermontag 1992 schaffte sie den Sprung von den USA nach Europa. Auf einem Konzert zu Ehren von Freddie Mercury, Sänger der Band Queen, verteilten die Organisatoren im Londoner Wembley Stadion über 100.000 rote Schleifen. Mercury war kurz zuvor an AIDS gestorben. In Deutschland wurde die Schleife Ende 1993 erstmalig durch die „ZDF Pop Show“ bekannt. Dort stellte Moderatorin Christiane Backer die Schleife das erste Mal einer breiten Öffentlichkeit vor.

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