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Tschad: "Befinden uns mit Sudan im Kriegszustand"
Verwicklung in Rebellenangriff

Tschad: "Befinden uns mit Sudan im Kriegszustand"

Die Regierung des Tschad hat quasi den "Kriegszustand" mit dem benachbarten Sudan erklärt. In einer offiziellen Mitteilung hieß es, Sudan sei nun der "Feind der Nation, nachdem das Land tschadische Rebellen bei einem Angriff auf die Stadt Adre unterstützt habe. Bei dem Angriff waren rund 100 Menschen getötet worden.

Karte Tschad und Sudan Tschad rief seine "Freunde" um Hilfe. Die Afrikanische Union und weitere afrikanische Standenbünde, in denen Tschad Mitglied ist, müssten klar Stellung beziehen, sagte ein Regierungssprecher in der Hauptstadt N'Djamena.

In den vergangenen Tagen hatte Tschad mehrfach seinem Nachbarland vorgeworfen, in den Rebellenangriff verwickelt zu sein. Präsident Idriss Deby warf seinem sudanesischen Kollegen Omar Hassan al Baschir vor, Tschad destabilisieren zu wollen.

Die Spannungen an der tschadisch-sudanesischen Grenze hatten sich in den vergangenen Monaten zunehmend verschärft. In der Provinz Darfur im Osten Sudans herrscht seit fast drei Jahren ein Bürgerkrieg, in dem sich Rebellengruppen, Regierungstruppen und arabische Reitermilizen erbitterte Kämpfe liefern. Wiederholt griffen bewaffnete Gruppen aus Sudan auch tschadische Soldaten an. In Tschad halten sich rund 200.000 sudanesische Flüchtlinge auf.

Stand: 23.12.2005 22:13 Uhr
 

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