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So viel ist klar: Wer bisher die Internetseiten der Nationalen Sicherheitsagentur NSA oder die des Weißen Hauses besuchte, bekam ein so genanntes Cookie auf den eigenen Computer geladen – ein kleines Programm, das Daten über den Benutzer speichert. Das ist so weit in Ordnung, weil es hilft, die richtigen Informationen zu finden. Nur – die Regierungscookies blieben auf Dauer auf dem Computer, und das ist für Regierungseinrichtungen illegal.
Von Arthur Landwehr, SWR, ARD-Hörfunkstudio Washington
[Bildunterschrift: Cookies inklusive: Die Startseite der NSA-Homepage (Screenshot) ]
Nach dem Gesetz müssen diese Cookies sich selbsttätig löschen, wenn man die Regierungsseiten verlässt. Denn: Theoretisch hätten die Geheimdienste nun hingehen können und mit Hilfe dieser Cookies zurückverfolgen, welche Internetseiten jemand besucht hat. Ohne jeden Aufwand wäre herauszufinden, wer sich wann und wie oft auf die Suche nach welchen Informationen gemacht hat.
"Dies haben wir aber nicht getan", behaupten sowohl die Spionageagentur NSA als auch das Weiße Haus. "Wir wussten nicht einmal, dass wir diese Cookies setzen." Bei der NSA sagte ein Sprecher, man habe neue Software gekauft und aufgespielt – und dabei sei die Cookie-Funktion versehentlich eingeschaltet gewesen.
Datenschützer Ari Schwartz hält das für durchaus möglich. Aber bei der NSA, der technisch best ausgestatteten Einrichtung der Welt, die noch dazu gerade in Spionageskandale verwickelt ist? Schwartz: "Deren Datenschützer können anscheinend nicht mal mit den einfachsten Dingen umgehen. Wie sollen sie schwierigere Fälle klären, wenn der Präsident ihnen so viel Freiheit gegeben hat?"
Das Weiße Haus entschuldigte sich für die Vorfälle. Die Webseite werde von einer externen Agentur gepflegt. Die habe die Regeln nicht beachtet, werde das aber in Zukunft tun. Bei der NSA jedenfalls ist die Cookie-Funktion derzeit ausgeschaltet.
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