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[Bildunterschrift: Bild des erschossenen Jean Charles de Menezes aus dem brasilianischen Fernsehen ]
Offenbar muss sich keiner der Polizeibeamten, die im Juli vergangenen Jahres im Zusammenhang mit den Ermittlungen nach den Londoner Terroranschlägen in die Tötung des Brasilianers Jean Charles de Menezes verwickelt waren, vor Gericht verantworten. Das meldet die britische Tageszeitung "Daily Mail" unter Berufung auf Mitarbeiter der britischen Generalstaatsanwaltschaft. Die Behörde ermittelt seit einem Jahr in dem Fall. Es gebe keine Möglichkeit, die in die versehentliche Tötung verwickelten Beamten zu überführen. Laut den Angaben der Zeitung wurden mindestens zehn Beamte überprüft. Die Entscheidung soll offiziell in der nächsten Woche bekannt gegeben werden.
Der 27jährige Brasilianer Menezes war am 22. Juli - einen Tag nach den Terroranschlägen von London - von der Polizei mit sieben Kopfschüssen getötet worden, als er eine U-Bahn in Stockwell, im Süden Londons besteigen wollte. Der für die Aktion zuständige, leitende Beamte sagte später auf einer Pressekonferenz, der Tod von Menezes habe direkt mit den Terrorattacken vom Vortag zu tun. Dies stellte sich später als falsch heraus. Der 27-jährige Elektriker war unschuldig.
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