Sicherheitskräfte stehen am Ort der Explosion in Mekka | Bildquelle: REUTERS

Saudi-Arabien Anschlag in Mekka verhindert

Stand: 24.06.2017 01:53 Uhr

Sicherheitskräfte haben einen Terroranschlag auf die Große Moschee in Mekka vereitelt. Dort waren Millionen Muslime zusammengekommen, um das Ende des Ramadan zu feiern. Mehrere Personen wurden festgenommen, der Angreifer tötete sich selbst.

Die Behörden in Saudi-Arabien haben einen Selbstmordattentäter gestellt, der einen Anschlag in Mekka geplant haben soll. Der Angreifer habe die Große Moschee in die Luft sprengen wollen, teilte das Innenministerium mit.

Der Selbstmordattentäter habe bei der Festnahme Sprengstoff gezündet und ein Gebäude in der Nähe der Moschee zum Einsturz gebracht. Dabei seien sechs Ausländer und fünf Mitglieder der Sicherheitskräfte verletzt worden. Der Attentäter soll sich selbst gerichet haben.

Mehrere Personen festgenommen

Zudem hieß es, die Polizei habe fünf weitere Militante festgenommen, darunter eine Frau.

Mekka zählt zu den heiligsten Stätten des Islam. Dort hatten sich zum Ende des Fastenmonats Ramadan mehrere Millionen Muslime versammelt. Es blieb zunächst unklar, wer hinter dem geplanten Anschlag steckt.

Ein TV-Sender hatte zuvor berichtet, die Sicherheitskräfte hätten am Freitag zwei Terroristen-Gruppen in Mekka ausfindig gemacht und eine dritte Gruppe in der Stadt Dschidda. Es sei ein Anschlag auf Gläubige in der Moschee in Mekka geplant gewesen.

Iran bietet Hilfe an

Der Iran verurteilte das geplante Attentat scharf und bot dem Erzrivalen Saudi-Arabien im Kampf gegen den Terrorismus Hilfe an. Ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran sagte, der Iran sei jederzeit bereit, andere Länder im Kampf gegen "diese Kriminellen, die Hass und Ignoranz verbreiten," zu unterstützen. Der Anschlag habe erneut bewiesen, "dass diese barbarischen Terroristen weder geografische Grenzen noch Nationalität und Religion kennen".

Daher fordere Teheran alle Staaten in der Region erneut auf, ihre Differenzen beiseite zu legen, um zusammen dieses "teuflische Phänomen" zu bekämpfen. Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran kämpfen seit Jahren um die Vormachtstellung in der Region und haben im Januar des vergangenen Jahres ihre diplomatischen Beziehungen abgebrochen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Juni 2017 um 3:20 Uhr.

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