Entscheidung in Auckland Megaupload-Gründer Schmitz auf Kaution frei

Stand: 22.02.2012 03:07 Uhr

Kim Schmitz | Bildquelle: Reuters
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Unter strengen Auflagen frei: Kim Schmitz

Die neuseeländische Justiz hat den aus Deutschland stammenden Gründer des Online-Speicherdienstes Megaupload, Kim Schmitz, gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Ein Richter in Auckland entschied, dass keine Fluchtgefahr bestehe, da das gesamte Vermögen des 38-Jährigen beschlagnahmt sei.

"Es macht den Anschein, als habe er allen Grund hierzubleiben, mit seiner Familie zusammen zu sein und darum zu kämpfen, sein erhebliches Vermögen zu behalten", sagte Richter Nevin Dawson zu einer Fluchtgefahr des Deutschen. Zu den gegen Schmitz verhängten Auflagen gehört, dass er bis auf weiteres weder das Internet noch Hubschrauber benutzt und sich nicht unangemeldet von seinem Anwesen nördlich von Auckland entfernt.

Die US-Behörden fordern die Auslieferung von Schmitz, unter anderem wegen Verletzung des Urheberschutzes und Betrugs. Der auch unter dem Namen Kim Dotcom bekannte 38-Jährige war im Januar zusammen mit drei weiteren Managern des inzwischen geschlossenen Online-Speicherdienstes auf Antrag des FBI verhaftet worden.

Umschlagplatz für illegale Kopien von Filmen und Musik

Megaupload | Bildquelle: dapd
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Nicht mehr zu erreichen: die Website Megaupload

Megaupload soll sich massiver Internetpiraterie schuldig gemacht haben, indem es das Herunterladen von urheberrechtsgeschützten Werken ermöglichte. Die US-Behörden werfen Schmitz vor, die inzwischen dichtgemachte Plattform zu einem der größten Umschlagplätze für illegale Kopien von Filmen und Musik gemacht zu haben. Den Rechteinhabern sei so ein Schaden von mehr als 500 Millionen Dollar entstanden. Allein im Jahr 2010 soll Schmitz durch seine Internetaktivitäten 42 Millionen Dollar (rund 32 Millionen Euro) verdient haben. Die Anwälte weisen die Vorwürfe vehement zurück.

Megaupload bot seinen Nutzern an, Daten im Internet zu speichern und dort auch anderen zur Verfügung zu stellen. Dies ist an sich nicht illegal. Allerdings wurde die Plattform auch dazu genutzt, Raubkopien etwa von Musik, Filmen und Software zu verbreiten.

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