Martin McGuiness | Bildquelle: dpa

Nordirischer Politiker Martin McGuinness gestorben

Stand: 21.03.2017 08:56 Uhr

Mit seinem Rücktritt im Januar hatte Martin McGuinness eine Neuwahl in Nordirland ausgelöst. Nun ist der 66 Jahre alte Ex-Vizeregierungschef gestorben. Seine Partei würdigte den ehemaligen IRA-Terroristen als "leidenschaftlichen Republikaner".

Der ehemalige nordirische Vizeregierungschef Martin McGuinness ist tot. Das teilte die katholisch-republikanische Sinn-Fein-Partei auf ihrer Webseite mit. Der ehemalige IRA-Terrorist und spätere Unterhändler für das Karfreitagsabkommen von 1998, das den jahrelangen Bürgerkrieg in Nordirland beendete, starb demnach in der Nacht zum Dienstag. Er wurde 66 Jahre alt. Der BBC zufolge hatte er Herzprobleme.

Sinn-Fein-Chef Gerry Adams würdigte McGuinness in einer Mitteilung als einen "leidenschaftlichen Republikaner, der unermüdlich für Frieden und Versöhnung und für die Wiedervereinigung seines Landes gearbeitet hat".

Spekulationen über Gesundheitszustand

McGuinness war erst im Januar von seinem Amt als Vize-Regierungschef in Nordirland zurückgetreten. Als Grund hatte er Differenzen mit dem Koalitionspartner DUP (Democratic Unionist Party) angegeben. Später hatte er von einer nicht näher genannten schweren Krankheit gesprochen.

Martin McGuinness | Bildquelle: REUTERS
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McGuinness war erst im Januar als Vize-Regierungschef zurückgetreten.

Sein Rücktritt und die Weigerung seiner Partei Sinn Fein, einen Nachfolger zu nominieren, führte zu einer vorgezogenen Neuwahl in dem britischen Landesteil. Bei der Wahl Anfang März konnte Sinn Fein erheblich an Stimmen hinzugewinnen. Zur Regierungsbildung müsste sie sich mit der protestantisch-unionistischen DUP zusammentun. Das gilt derzeit aber als ausgeschlossen.

Martin McGuinness ist gestorben
S. Pieper, ARD London
21.03.2017 09:03 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. März 2017 um 08:00 Uhr

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