US-Boxer Floyd Mayweather Jr. posiert nach dem Kampf für die Fotografen | Bildquelle: dpa

Boxkampf gegen McGregor Mayweather - unbesiegt bis zum Karriereende

Stand: 27.08.2017 09:45 Uhr

Auch im letzten Profikampf seiner Karriere bleibt Floyd Mayweather unbesiegt. Der 40-Jährige gewann den Kampf gegen den irischen Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Conor McGregor in der zehnten Runde durch technischen K.o.

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Es war ein Kampf der Superlative in Las Vegas. Ein Kampf, in dem es um Einnahmen von mehr als 500 Millionen Euro ging: Der ehemalige Profiboxer, der aus dem Ruhestand zurückkommt, gegen einen Käfigkämpfer - Floyd Mayweather gegen Conor McGregor.

McGregor hatte viele Fans mitgebracht. Der Martial Arts Champion wurde lautstark angefeuert. Er hatte offensiv begonnen, Mayweather abwartend. Die erste Hälfte kontrollierte der Käfigkämpfer, hielt das Tempo hoch. Einige Male hatte der Ire solche Schläge gesetzt, die im Boxen nicht erlaubt sind. Der Schiedsrichter musste ihn ermahnen, dass er nicht wrestlen dürfe. Mayweather gab zu, dass McGregor besser war, als er erwartet hatte: "Er war viel besser, als ich es gedacht hatte. Er hat verschiedene Winkel genutzt. Er war ein harter Wettkämpfer, aber ich war der Bessere heute Abend."

Abwarten und dann zuschlagen

Mayweathers Plan für den Kampf ging auf: McGregor sollte sich am Anfang verausgaben, er wollte abwarten und dann zuschlagen. Und so kam es. Am Ende war McGregor müde, er taumelte nach einigen effektiven Treffern des elf Jahre älteren Boxers und verteidigte sich nicht mehr. "Floyd Mayweather hat McGregor in den Seilen. Wie nimmt der das? Das war es", beendete der Schiedsrichter den Kampf.

Der Kampf hat länger gedauert, als viele erwartet haben. In der zehnten Runde dann technischer K.o. McGregor gratulierte seinem Gegner fair. Aber er war nicht einverstanden damit, wie sein erster Profiboxkampf zu Ende gegangen ist: "Es war ein bisschen früh, dass der Schiri den Kampf gestoppt hat. Ich werde wackelig, wenn ich müde werde. Aber ich hätte mich in der Ecke erholen können. Es ging um so viel, er hätte mich weitermachen lassen sollen."

Doch McGregor gestand ein, dass sein Gegner der bessere Boxer war: "Er war abgestimmter bei seinen Schlägen. Er hat einfach mehr Erfahrung. Am Anfang, fand ich, habe ich mich ganz gut geschlagen."

Boxkampf Mayweather gegen McGregor | Bildquelle: AFP
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Treffer: Mayweather (links) gegen McGregor

"Mein letzter Kampf - ganz sicher"

Für Mayweather war es der 50. Sieg im 50. Kampf. Damit hat er den alten Rekord von Rocky Marciano eingestellt. Das soll es nun aber auch gewesen sein, verspricht er: "Meine Damen und Herren, das war heute mein letzter Kampf ganz sicher."

Mayweather hat mit diesem Kampf mehr als 300 Millionen Euro verdient. Sein Gegner geht mit schätzungsweise 100 Millionen Euro nach Hause. Das ist eine Summe, die er bei Martial Arts-Kämpfen nicht verdienen kann. Mayweather nahm den mit Diamanten, Saphiren, Smaragden und Gold besetzten Gürtel nach dem Kampf strahlend entgegen. Es war ein Abend nach dem Geschmack des Boxers: Klunker bekommen, Rekord eingestellt und Millionen verdient. Jetzt wird gefeiert. 

Mayweather feiert seinen Sieg. | Bildquelle: AFP
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Der Gürtel ist mit Diamanten, Saphiren, Smaragden und Gold besetzt.

Mayweather gewinnt Kampf der Superlative gegen McGregor
Martina Buttler, ARD Washington
27.08.2017 08:46 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. August 2017 um 22:50 Uhr in der Sendung "Sport aktuell".

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