Die britische Premierministerin May und US-Präsident Trump schütteln sich die Hände | Bildquelle: AP

May auf US-Besuch Pastorentochter trifft TV-Exzentriker

Stand: 28.01.2017 10:36 Uhr

Der neue US-Präsident Trump und die britische Premierminister May sind gemeinsam vor die Presse getreten. Sie betonten Gemeinsamkeiten - und Trump machte eine ganz neue Erfahrung: sehr direkt fragende Reporter.

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Es war eine kurze, knappe Angelegenheit. 18 Minuten des gegenseitigen Versicherns, dass man die Basis für gute bilaterale Beziehungen lege - dann war die Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump und der britischen Premierministerin Theresa May schon wieder zu Ende. Donald Trump hat dabei vor allem Wert auf den zeremoniellen Rahmen gelegt. Die britische Premierministerin sein erster ausländischer Staatsgast – das sei eine große Ehre, so Trump.

Die inhaltlichen Punkte überließ Trump Theresa May. Die versicherte sich häufig mit einem Seitenblick der Zustimmung Trumps zu dem, was sie sagte. Beispielsweise zum Thema NATO: "Wir sind vereint in der Auffassung, dass die NATO das Bollwerk unserer gemeinsamen Verteidigung ist. Wir haben unsere unerschütterliche Verpflichtung in die Allianz heute bestätigt. Mr. President, Sie haben gesagt, sie würden zu 100 Prozent hinter der NATO stehen." Trump widersprach nicht.

Dabei hatte er die NATO mehrfach in der Vergangenheit als obsolet bezeichnet. Die britische Regierungschefin betonte, dass die Sanktionen gegen Russland aufrecht erhalten werden müssten. Trump erklärte, es sei für ihn zu früh dazu etwas zu sagen. Er wird am Samstag zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefonieren.

Atlantikbrücke der anderen Art: May bei Trump
tagesthemen 21:45 Uhr, 27.01.2017, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Neue Erfahrung für Trump

Und der US-Präsident machte eine für ihn ungewöhnliche Erfahrung: Britische Reporter fragten ihn gerade heraus zu seiner eigenwilligen Art: "Wie soll die britische Premierministerin Ihnen vertrauen, wo Sie doch in der Vergangenheit immer wieder Ihre Meinung geändert haben?" fragte ein Journalist.

Und weiter: "Die Leute fragen sich, wie Sie miteinander klarkommen: die hart arbeitende Pastorentochter und der dreiste TV-Exzentriker. Haben Sie schon Gemeinsamkeiten gefunden?" "Ich bin nicht so dreist, wie Sie vielleicht denken. Und ich glaube, dass wir uns gut verstehen werden", antwortete Trump.

Eine neue Erfahrung für den US-Präsidenten: Journalisten aus anderen Ländern, denen er schwerlich den Mund verbieten kann. Trump schaute verwundert. Solche Fragen ist er in den USA nicht gewohnt. Er hätte jeden Reporter zu Hause nach einer solchen Frage verbal abgekanzelt.

Mattis entscheidet über Einsatz von Folter

Dann ging es weiter zum nächsten Thema. Trump erklärte, dass er seinen Verteidigungsminister James Mattis die Entscheidung treffen lasse, ob die USA Folter anwenden würden. Der sei im Gegensatz zum ihm zum Beispiel gegen Waterboarding.

Theresa May bekräftigte ihr Interesse an einem bilateralen Handelsabkommen mit den USA: "Ich bin überzeugt, dass ein Handelsabkommen im nationalen Interesse beider Staaten ist. Es wird unsere Beziehungen verfestigen, vor allem jetzt, wo wir die EU verlassen und uns der Welt zuwenden", sagte sie.

Pressekonferenz von May und Trump (engl.)
27.01.2017

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Außerdem überbrachte die britische Premierministerin noch eine Einladung der Queen, die Trump dankend annahm. Womöglich wird er auch bei ihr versuchen, was er schon bei Theresa May probierte: Sympathien wecken mit seiner Familiengeschichte: "Meine Mutter ist in Schottland geboren. In Stornoway, das ist tiefstes Schottland."

Die britische Premierministerin lächelte nur höflich - schließlich gibt es in Schottland womöglich bald wieder einen Anlauf, die Unabhängigkeit von England zu erklären. Nach 18 Minuten zogen sich Trump und sein Gast dann zu weiteren Gesprächen zurück.

Pressekonferenz von Trump und May
Martina Buttler, ARD Washington
28.01.2017 00:24 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 27. Januar 2017 um 21:45 Uhr.

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