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Der 20. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin ist international als historisches Ereignis gewürdigt worden. "Unsere Geschichte endete nicht mit der Nacht, in der die Mauer fiel, sie begann von vorn", sagte US-Außenministerin Hillary Clinton, die als Vertreterin ihres Landes zu den Feierlichkeiten in die deutsche Hauptstadt gekommen war. Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann wertete den Mauerfall als ein Symbol für die Einheit Europas. "Heute vor 20 Jahren wurde den Menschen nicht nur ihre Freiheit, sondern auch ihre Hoffnung wiedergegeben", sagte er.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, der Mauerfall symbolisiere den Triumph der Menschen in ihrem Verlangen nach Freiheit. "Wir schulden es all jenen, die so hart um ihre Grundrechte und ihre Freiheit gerungen haben, dass wir diesen Kampf nie vergessen."
[Bildunterschrift: Polens Premier Tusk betonte, dass sein Land die Wiedervereinigung als erste Regierung unterstützt habe. ]
In Polen erklärte Ministerpräsident Donald Tusk, dass vielen seiner Landsleute damals Tränen in den Augen gestanden hätten. Man sei so glücklich darüber gewesen, dass der Prozess, der ein Jahrzehnt zuvor in Danzig begonnen habe, auch in Nachbarländern ein glückliches Ende gefunden habe, sagte Tusk mit Blick auf die Gründung der Gewerkschaft Solidarnosc. Er verwies zugleich darauf, dass die polnische Regierung sich damals als erste für die deutsche Wiedervereinigung ausgesprochen habe.
Der rumänische Präsident Traian Basescu nutzte den Jahrestag, um an die Opfer der Wende in seinem Land zu erinnern. Dem Mauerfall folgte in Rumänien eine Revolution gegen das Ceaucescu-Regime. Etwa 1100 Menschen wurden dabei getötet. Der Aufstand führte zum Sturz und zur Hinrichtung des langjährigen Machthabers Nicolae Ceaucescu.
In zahlreichen Städten der Welt erinnerten Ausstellungen, Installationen und Diskussionsrunden an die Öffnung der Berliner Mauer. Internationale Nachrichtensender übertrugen live die Feierlichkeiten in der deutschen Hauptstadt mit Staatsgästen aus aller Welt.
[Bildunterschrift: In London erinnerte eine schmelzende Mauer aus Eis an die Ereignisse am 9. November 1989 in Berlin. ]
In London schmolz symbolisch eine von Künstlern geschaffene Mauer aus Eis. Auch in zahlreichen anderen Städten wie Los Angeles, Johannesburg oder Sofia fielen symbolisch Mauern aus Kunststoff und anderen Materialien. In Paris zielten die Feiern darauf ab, den Weg von der Teilung Europas hin zur Wiedervereinigung künstlerisch darzustellen. "Die Feier soll für die Freundschaft und Solidarität Frankreichs gegenüber dem deutschen Volk stehen", betonte Europa-Staatssekretär Pierre Lellouche. Auf dem Pariser Place de la Concorde erklang am Abend ein Cellokonzert, auf Häuserwände wurden Videos projiziert.
Auf der Spanischen Treppe in Rom wurde zu dem Lied "Another Brick In The Wall" von Pink Floyd eine multimediale Installation errichtet. Der Fall der Mauer markiere das "Jahr null" der gegenwärtigen Epoche, sagte Bürgermeister Gianni Alemanno. Mit einer Trabi-Tour rings um die deutsche Botschaft in Den Haag feierten viele Holländer den Jahrestag des Mauerfalls.
Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der Welt erwähnte die Presse des sozialistischen Inselstaats Kuba den Jahrestag des historischen Ereignisses nicht. Allein ein kubanischer TV-Kommentator sprach am Sonntag über die Ereignisse am 9. November 1989 in Berlin - jedoch nur, um allgemein den Fall sämtlicher Mauern in der Welt zu fordern.
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