"March for Life" in den USA | Bildquelle: AP

"March for Life" in den USA Kein Steuergeld für Abtreibungen

Stand: 27.01.2017 21:23 Uhr

Derart prominente Unterstützung aus der Regierung hatten die Abtreibungsgegner in den USA lange nicht: Beim jährlichen "March for Life", dem "Marsch für das Leben", sprachen Vizepräsident Pence und Trump-Beraterin Conway zu den Zehntausenden Demonstranten.

In Washington sind wieder Menschen auf die Straße gegangen - doch diesmal nicht als Gegenbewegung zu Trump: Dem "Marsch für das Leben" von Abtreibungsgegnern sollen sich laut dem Onlinemagazin "Politico" Zehntausende angeschlossen haben. Die Veranstaltung findet jedes Jahr statt - diesmal allerdings mit prominenter Unterstützung der neuen Trump-Regierung: US-Vizepräsident Mike Pence und Trumps Beraterin Kellyanne Conway sprachen auf der Kundgebung. Donald Trump selbst teilte seinen Zuspruch einmal wieder per Twitter mit. Zuvor hatte er vorhergesagt, es würden 600.000 Teilnehmer kommen.

Eine Demonstration von Abtreibungsgegnern in Washington | Bildquelle: AP
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Wie viele Demonstranten genau zusammenkamen, ist noch nicht klar.

Pence: Finanzierung von Abtreibung durch Steuerzahler beenden

Pence griff die große Hoffnung der Abtreibungsgegner in die neue Regierung auf. "Das Leben gewinnt wieder in Amerika!", rief er, das Recht auf Leben sei Teil der Verfassung der USA. Er kündigte an, gemeinsam mit dem Kongress werde die Regierung daran arbeiten, die Finanzierung von Abtreibung durch den Steuerzahler zu beenden.

Trump-Beraterin Conway spricht auf einer Kundegebung von Abtreibungsgegnern | Bildquelle: AFP
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Die neue Regierung unterstützt die Abtreibungsgegner: Trump-Beraterin Conway sprach wie US-Vizepräsident zu den Demonstranten.

Trumps Beraterin Conway versicherte den Teilnehmern: "Wir hören euch, wir sehen euch, wir respektieren euch und wir arbeiten zusammen mit euch!" Nicht erst seit diesen Reden vertraut ein Großteil der Abtreibungsgegner darauf, dass ihre Stimmen künftig im Weißen Haus mehr Gehör finden als unter dem liberalen Barack Obama.

Aktionsplan der Trump-Gegner

Anders die Organisatoren des "Women's March", bei dem vergangenes Wochenende Hunderttausende in Washington und Millionen Frauen und Männer weltweit für die Rechte von Frauen und Minderheiten demonstriert hatten: Sie riefen einen Aktionsplan für die ersten 100 Tage der Präsidentschaft Trumps ins Leben. Alle zehn Tage rufen sie zur nächsten Aktion auf. Der "Women's March" hatte sich klar für das Recht der Frau auf Abtreibung positioniert.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Januar 2017 um 10:00 Uhr.

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