Am Börsenplatz im Zentrum von Brüssel bekunden die Menschen mit Botschaften ihre Trauer. | Bildquelle: AFP

Trauerkundgebung in Brüssel "Marsch gegen die Angst" abgesagt

Stand: 26.03.2016 17:40 Uhr

Der "Marsch gegen die Angst" in Brüssel ist abgesagt. Die Organisatoren schlossen sich einem Aufruf des belgischen Innenministers Jambon an. Die Sicherheit der Bürger habe Priorität, teilten die Veranstalter mit. Jambon hatte auf die überlastete Polizei hingewiesen.

Der Aufruf des belgischen Innenministers Jan Jambon war deutlich: Die Brüsseler Bürger sollten dem für Sonntag geplanten "Marsch gegen die Angst" fernbleiben. Die Polizei sei überlastet und werde an anderer Stelle für die Ermittlungen gebraucht.

Der belgische Innenminister Jan Jambon | Bildquelle: REUTERS
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Sein Aufruf sorgte nun für die Absage: Belgiens Innenminister Jan Jambon

Nun haben sich die Organisatoren seiner Forderung angeschlossen und die Kundgebung abgesagt: "Die Sicherheit der Bürger ist eine unbedingte Priorität", teilte einer der Organisatoren mit. "Wir bitten daher unsererseits die Bürger, an diesem Sonntag nicht nach Brüssel zu kommen". Er äußerte sich zwar im Namen der Organisatoren. Allerdings steckt hinter dem Marsch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Initiativen.

Neben Jambon hatte sich auch Brüssels Bürgermeister Yvan Mayeur dem Aufruf angeschlossen. "Wir teilen natürlich die Gefühle der Bevölkerung, aber wir wollen, dass die Demonstrationen um einige Wochen verschoben werden", hatten die beiden Politiker gefordert.

Kundgebung, Schweigeminute und Ansprachen

Zum "Marsch gegen die Angst", einer Schweigeminute und Ansprachen von Opfern, wollten mehrere Tausend Menschen kommen. Sie hatten sich auf Facebook angemeldet. Ausgangspunkt der Veranstaltung sollte der Börsenplatz in der Innenstadt sein. Er war nach den Anschlägen zum zentralen Ort der Trauer geworden.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 26. März 2016 um 23:25 Uhr.

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