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Gegen Korruption und steigende Preise

Hunderte Marokkaner protestieren gegen die Regierung

In Marokko sind am Samstagabend in mehreren Städten Hunderte Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen Korruption und steigende Lebenshaltungskosten zu demonstrieren. Die Demonstranten forderten auch die Freilassung politischer Aktivisten, die bei nicht genehmigten Protesten festgenommen und zu hohen Haftstrafen verurteilt worden waren.

Zu den Aktionen hatten Menschenrechtsgruppen, Gewerkschaften und die "Bewegung des 20. Februar" aufgerufen, die während des Arabischen Frühlings entstanden war und sich für politische und soziale Reformen einsetzt.

Anlass für die Proteste ist unter anderem der sprunghafte Anstieg der Benzinpreise nach der Streichung von Subventionen - in der Folge stiegen auch die Preise für andere Güter.

Demonstranten in Rabat
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Wie hier in Rabat demonstrierten am Samstagabend auch Marokkaner in Casablanca, Marrakesch und Tanger.

"Bewegung des 20. Februar" verliert an Unterstützung

Die Organisatoren der Proteste konnten aber nicht annähernd so viele Menschen mobilisieren wie im Mai, als in Casablanca zehntausende Menschen gegen Arbeitslosigkeit und soziale Ungerechtigkeit demonstriert hatten. So kamen diesmal laut Augenzeugen in Casablanca rund 1000 Menschen zusammen, in der Hauptstadt Rabat waren es nach Angaben von Reportern der Nachrichtenagentur AFP etwa 300. Auch in Marrakesch und der Hafenstadt Tanger gab es Proteste.

Die "Bewegung des 20. Februar" hat viel an Unterstützung verloren, seitdem im Januar die Regierung unter Führung des gemäßigten Islamisten Abdelilah Benkirane antrat. Die Regierung hat zahlreiche Reformen angekündigt, viele Marokkaner werfen ihr aber vor, ihre Wahlversprechen nicht schnell genug umzusetzen.

Stand: 12.08.2012 08:38 Uhr

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