Nach gestopptem Fangabkommen Marokko verbannt EU-Fischer aus seinen Gewässern

Stand: 02.03.2013 03:56 Uhr

Aus Protest gegen eine Entscheidung des EU-Parlaments zur Fischereipolitik hat Marokko alle Fangflotten aus der Europäischen Union aufgefordert, seine Hoheitsgewässer zu verlassen. Das Außenministerium in Rabat sprach von "einer bedauerlichen Entwicklung mit ernsthaften Auswirkungen auf die Zusammenarbeit zwischen Marokko und der Europäischen Union in der Fischerei".

Marokko verweist EU-Schiffe aus seinen Gewässern
M. Dugge, ARD Rabat
15.12.2011 12:58 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Das Europäische Parlament hatte am Mittwoch dafür gestimmt, den Vertrag mit dem nordafrikanischen Land nicht zu verlängern, weil er zu teuer sei, eine Überfischung verursache und zudem die Rechte der Bewohner der umstrittenen Region Westsahara nicht ausreichend berücksichtige.

Die Westsahara ist eine frühere spanische Kolonie, die nach ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1975 von Marokko annektiert wurde. Die Rebellenbewegung Front Polisario kämpft jedoch mit Unterstützung Algeriens für die vollständige Unabhängigkeit der Region von Rabat.

Markelen
galerie

Marokko und die EU streiten über den Fischfang.

Darstellung: