Rauch steigt über dem Hotelkomplex in Manila auf | Bildquelle: dpa

Philippinen Angriff auf Hotelanlage in Manila

Stand: 01.06.2017 22:53 Uhr

In der philippinischen Hauptstadt Manila ist offenbar ein Hotelkomplex angegriffen worden. Einer oder mehrere Angreifer sollen in das Gebäude eingedrungen sein und dort Schüsse abgefeuert haben. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

In einem Hotelkomplex in der philippinischen Hauptstadt Manila sind Schüsse gefallen. Das berichtet unter anderem die Deutsche Presseagentur unter Berufung auf lokale Medienberichte. Die Polizei sei mit starken Kräften angerückt und habe das Gelände abgeriegelt, während Passanten flüchteten. Aus dem Gebäudekomplex sollen Schüsse und Explosionen zu hören gewesen sein, aus den oberen Stockwerken drang Rauch.

Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Augenzeugen berichteten von Verletzten und mehreren Angreifern. Die Polizei geht dagegen von einem einzelnen Täter aus. Für einen terroristischen Anschlag gebe es keine Beweise, sagte Ronald Dela Rosa, Chef der Nationalen Polizei. Der Täter habe Spielchips gestohlen, in einen Fernsehmonitor geschossen und Spieltische angezündet. Er habe jedoch nicht auf Menschen gezielt, die ihm über den Weg gelaufen seien.

Verdächtiger ist auf der Flucht

Der mit einem Schnellfeuergewehr bewaffnete Mann sei auf der Flucht. "Der Verdächtige hat ein ausländisches Aussehen", sagte Dela Rosa. "Wir können das bisher nicht dem Bereich Terrorismus zuordnen." Es könne sich auch um einen Raub handeln. Tote habe es nicht gegeben.

Auf den Philippinen führt die Armee einen Kampf gegen islamistische Rebellen. Gefechte gab es in den vergangenen Tagen vor allem um die südphilippinische Stadt Marawi. Bei den Islamisten handelt es sich überwiegend um Angehörige einer lokalen Terrorgruppe namens Maute, die dem "Islamischen Staat" Treue geschworen hat. Im Süden der mehrheitlich katholischen Philippinen kämpfen muslimische Separatisten seit den 1960er Jahren für Autonomie. Die Armee geht mit großer Härte gegen die Islamisten vor.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. Juni 2017 um 23:00 Uhr.

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