Polizisten stehen während eines Einsatzes auf einer Straße in Manchester. | Bildquelle: AFP

Ermittlungen nach Anschlag Großbritannien setzt Terrorwarnstufe herab

Stand: 27.05.2017 16:47 Uhr

Etliche Verdächtige sind in den vergangenen Tagen und Stunden im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Manchester festgenommen worden. Vor diesem Hintergrund fühlen sich Ermittler und Politiker offenbar nun so sicher, dass sie die Terrorwarnstufe wieder herabgesetzt haben.

Großbritannien hat die seit dem Anschlag von Manchester geltende höchste Terrorwarnstufe wieder aufgehoben. Dies sei das Ergebnis intensiver Polizeiarbeit in den vergangenen 24 Stunden, teilte Premierministerin Theresa May mit. Als Folge der Herabstufung würden nach dem Wochenende die Soldaten wieder von den Straßen des Landes abzogen.

Am St. Anns Square in Manchester liegt ein Meer aus Blumen und Luftballons. | Bildquelle: AFP
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Trauer in Manchester: Vor dem St. Anns Square hat sich ein Meer aus Blumen und Luftballons gebildet.

Nach dem Selbstmordanschlag mit 22 Toten war die höchste Alarmstufe ausgegeben worden, bei der von einem unmittelbar bevorstehenden Anschlag ausgegangen wird. Die jetzt geltende Warnstufe bedeutet, dass die Gefahr noch mit höchstwahrscheinlich bewertet wird.

Die Bevölkerung möge wachsam bleiben, appellierte die Premierministerin. Denn die Absenkung der Terrorwarnstufe heiße nicht, dass die Fahndung nach Hintermännern des Anschlags vom Montag schon zu Ende wäre. Im Gegenteil: Unermüdlich durchkämmen Polizisten in Manchester nach wie vor Wohnungen und nehmen Verdächtige fest.

Terrorwarnstufe in Großbritannien wieder gesenkt
tagesschau 20:00 Uhr, 27.05.2017, Julie Kurz, ARD London

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Evakuierung in Manchester

Erst kurz vor der Herabstufung der Terrorwarnstufe hatte die Polizei in Manchester ein kleines Areal der Stadt evakuiert und weitere Durchsuchungen vorgenommen. Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in der nordenglischen Stadt vom Montagabend. Es handele sich um eine "Sicherheitsmaßnahme", twitterte die Behörde.

Erst am Morgen hatte die Polizei im Zusammenhang mit dem Selbstmordattentat zwei weitere Verdächtige festgenommen. Die beiden Männer im Alter von 20 und 22 Jahren seien unter dem Verdacht festgesetzt worden, gegen Antiterrorgesetze verstoßen zu haben. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Sprengstoff ein, um in das Haus der Männer zu gelangen.

Damit befinden inzwischen elf Verdächtige in Gewahrsam. Zwei Verdächtige, ein 16-jähriger Jugendlicher und eine 34-jährige Frau, seien wieder auf freiem Fuß, teilte die Polizei mit.

Polizei zufrieden mit Fortschritten

Der Chef der Anti-Terror-Polizei, Mark Rowley, sprach am Freitagabend von großen Fortschritten. Seinen Worten zufolge wurde bereits ein großer Teil des hinter dem Manchester-Attentäters stehenden Netzwerks gefasst. Später fügte er hinzu, dass die Ermittler jetzt viel mehr über den Bau der Bombe vom Montag wissen.

Rowley kündigte vorsorglich weitere Durchsuchungen und Festnahmen an. Die britischen Antiterrorgesetze ermöglichen es den Ermittlern, Festgenommene bis zu 28 Tage lang in Gewahrsam zu behalten und zu verhören. Erst dann muss es eine förmliche Anklage geben.

Bei der Selbstmordattacke am Montagabend auf Besucher eines Pop-Konzerts des US-Stars Ariana Grande hatte Salman Abedi, ein Brite libyscher Abstammung, 22 Menschen mit in den Tod gerissen und Dutzende weitere verletzt. Der 22-Jährige war dem britischen Geheimdienst bekannt, wurde aber nicht regelmäßig überprüft. Ariana Grande kündigte an, zu einem Benefizkonzert nach Manchester zurückzukehren.

London setzt Terrorwarnstufe herunter
S. Tiegs, ARD London
27.05.2017 16:38 Uhr

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Mit Informationen von Sylvia Tiegs, ARD-Studio London.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 27. Mai 2017 um 15:00 Uhr.

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