Helfer mit einem Verletzten vor der Halle in Manchester | Bildquelle: dpa

Viele Tote in Manchester Mutmaßliche Terrorattacke bei Popkonzert

Stand: 23.05.2017 08:04 Uhr

Bei einer Explosion am Rande eines Popkonzerts in Manchester hat es mindestens 22 Tote gegeben. In der für Zehntausende ausgelegten Halle war die US-Sängerin Ariana Grande aufgetreten - und unter den Fans waren viele Minderjährige. Die Polizei geht vorerst von einem Terrorakt aus.

Bei einer Explosion auf einem Konzert der US-Popsängerin Ariana Grande in der Manchester Arena am späten Abend hat es laut Polizeiangaben mindestens 22 Tote und etwa 60 Verletzte gegeben. Die Polizei behandelt den Vorfall als Terrorakt. Dies gelte, bis eventuell andere Erkenntnisse vorlägen. Die Ursache für die Explosion ist aber noch unklar.

Steffen Seibert @RegSprecher
Schreckliche Nachrichten aus #Manchester. In Gedanken bei den Toten, dem Leid der Verletzten + denen, die ihre Liebsten noch suchen.

Augenzeugen berichteten, nach dem letzten Song des Konzerts habe es eine Explosion gegeben. Laut Anwohnern erschütterte der Knall die ganze Nachbarschaft. Der Veranstalter erklärte, der Vorfall habe sich in einem öffentlichen Raum außerhalb der Konzerthalle ereignet. Die Polizei hatte bereits zuvor vom Foyer als Explosionsort gesprochen.

Die Arena ist laut eigenen Angaben die größte Innenarena Europas und fasst 21.000 Menschen. Das Konzert der populären Sängerin hatten besonders viele Kinder und Jugendliche besucht.

Julie Kurz, ARD London, zur Lage in Manchester
23.05.2017

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"Das war Panik"

Auf Bildern und Videos in sozialen Netzwerken sind Menschen in Panik zu sehen. "Wir verließen nach dem Konzert von Ariana Grande gegen 23.30 Uhr gerade die Halle, als wir einen Knall wie von einer Explosion hörten, der alle in Panik versetzte und alle versuchten aus dem Saal zu flüchten", sagte der 22-jährige Majid Khan der Nachrichtenagentur Press Association: "Das war Panik."

Die Augenzeugin Isabel Hodgins sagte dem Sender Sky News: "Jeder war in Panik, sie drängten die Treppen hinauf. Der Flur war voll, es roch nach einem Brand." Überall sei Rauch gewesen. Der 22-jährige Robert Tempkin sagte der BBC: "Einige Menschen schrien, sie hätten Blut gesehen, aber andere sagten, Ballons seien geplatzt oder ein Lautsprecher sei zusammengekracht."

Der Bahnhof Manchester Victoria, der unter der Arena liegt, wurde vorübergehend gesperrt. In der Umgebung der Halle kam es zu einem Verkehrschaos.

Mutmaßliche Terrorattacke in Manchester (unkommentiert)
23.05.2017

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May und Corbyn drücken Mitgefühl aus

Premierminister Theresa May sagte, man arbeite daran "alle Einzelheiten dessen zu ermitteln, was von der Polizei als ein schrecklicher terroristischer Anschlag behandelt wird". Sie drückte den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus. May wird am Morgen eine Krisensitzung der Regierung abhalten. Nach einer Meldung der britischen Nachrichtenagentur Press Association (PA) soll ihr Wahlkampf ausgesetzt werden. In Großbritannien wird am 8. Juni gewählt.

Auch Labour-Chef Jeremy Corbyn zeigte sich bestürzt. "Furchtbarer Vorfall in Manchester. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und unseren großartigen Rettungsdiensten", schrieb er bei Twitter.

In Großbritannien gilt seit August 2014 die zweithöchste Terrorwarnstufe 4. Das Land erlebte in den vergangenen Jahren zahlreiche Anschläge. Der schwerste ereignete sich im Juli 2005, als 56 Menschen bei vier Selbstmordattentaten in der Londoner U-Bahn und einem Bus getötet wurden.

Grande war angesichts der Ereignisse "am Boden zerstört". "Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte", schrieb die 23-Jährige auf Twitter. Kollegen wie Justin Timberlake und Christina Aguilera zeigten sich entsetzt.

Ariana Grande @ArianaGrande
broken. from the bottom of my heart, i am so so sorry. i don't have words.

alt Sängerin Ariana Grande | Bildquelle: AFP

Ariana Grande

Ariana Grande ist eine der derzeit erfolgreichsten Popkünstlerinnen. Die 23-jährige US-Amerikanerin gewann im November den American Music Award in der Königskategorie "Künstler des Jahres". Sie setzte sich damit bei den Fans gegen Justin Bieber, Selena Gomez, Rihanna und Carrie Underwood durch. Derzeit ist sie mit ihrem Album "Dangerous Woman" auf Tour. Am 3. Juni steht auch ein Auftritt in Frankfurt am Main auf ihrem Programm.

Ihren großen Durchbruch erlebte die in Boca Raton geborene Schauspielerin und Sängerin 2014. Damals veröffentlichte sie zwei US-Nummer-Eins-Alben in einem Jahr und landete mit dem vier Millionen Mal verkauften "Problem" einen der Sommerhits des Jahres. Mit 15 stand sie zum ersten Mal im Broadway-Musical "13" auf der Bühne, es folgten die TV-Serien "Victorious" und "Sam & Cat" auf dem Kindersender Nickelodeon, schließlich der Einstieg in die Popkarriere.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Mai 2017 u.a. um 02:20 Uhr.

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