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Kampf gegen Islamisten in Mali
Bundeswehr baut Stützpunkt in Dakar auf
Die Bundeswehr hat mit dem Aufbau eines Lufttransportstützpunkts für die Unterstützung des Militäreinsatzes in Mali begonnen. Etwa 20 Soldaten flogen von Köln aus in Richtung Senegal ab, wie die Luftwaffe mitteilte. In der senegalesischen Hauptstadt Dakar sind bereits deutsche Transall-Maschinen stationiert, die Soldaten und Ausrüstung für den französischen und afrikanischen Militäreinsatz in Mali transportieren.
Nach der Entsendung zweier Maschinen Mitte des Monats wurde gestern ein drittes Flugzeug nach Dakar geschickt. Insgesamt werden den Angaben zufolge bis zu 75 deutsche Soldaten den Mali-Einsatz unterstützen.
Westerwelle hebt deutsche Mali-Hilfe hervor
In einer Aktuellen Stunde im Bundestag, hob Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) den deutschen Beitrag zur Mail-Hilfe hervor. "Wenn man alles zusammenrechnet, auch das, was wir in Europa tun, kommen wir auf einen Bereich von 100 bis 120 Millionen US-Dollar", sagte Westerwelle. Die Bundesrepublik müsse sich nicht verstecken.
Der Kampf gegen den Terrorismus sei eine Gemeinschaftsaufgabe, sagte Westerwelle. Ausdrücklich dankte er den in Mali eingesetzten Soldaten. Mit Ausnahme der Linken begrüßten alle Fraktionen im Bundestag den Kampfeinsatz der Franzosen in dem westafrikanischen Land.
Frankreichs Truppen in Kidal
Knapp zwei Tage nach der Einnahme Timbuktus haben französische Truppen in der Stadt Kidal Stellung bezogen, der letzten Hochburg bewaffneter Gruppen im Norden Malis. Laut Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian verhinderte jedoch ein Sandsturm die vollständige Übernahme der Kontrolle. Laut einem Militärsprecher nahmen die französischen Streitkräfte den Flughafen von Kidal ein.
Hunderte Menschen flohen aus der Stadt in weiter nördlich gelegene Dörfer, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR erklärte. In Kidal seien wegen der Kämpfe und der Schließung der Grenze zu Algerien Nahrungsmittel, sauberes Wasser und Treibstoff knapp. Nach Angaben malischer Sicherheitsexperten haben sich die wichtigsten Islamistenführer in den Bergen nahe der Grenze zu Algerien versteckt. Kidal ist nach der Einnahme von Gao und Timbuktu die letzte der drei großen Städte, die in der Hand der Rebellen waren.
Stand: 30.01.2013 19:14 Uhr
