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Mali

Militär-Einsatz in Mali

Truppen rücken auf Timbuktu vor

In ihrem Kampf gegen islamistische Aufständische in Mali sind französische und einheimische Truppen in Richtung der Wüstenstadt Timbuktu vorgerückt. Unterdessen begannen islamische Extremisten offenbar, sich aus Timbuktu zurückzuziehen. Das berichteten malische Medien.

Ein französischer Soldat in Zentral-Mali
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Ein französischer Soldat im Militärkonvoi Richtung Timbuktu.

Französische Truppen flogen offenbar auch Luftangriffe auf die Stadt Kidal im Norden Malis. In der strategisch wichtigen Stadt Gao patroullierten französische und malische Soldaten, wie ein Sprecher des malischen Verteidigungsministeriums berichtete. Der Flugplatz und eine wichtige Brücke würden gehalten.

Die französischen Streitkräfte hatten am Vortag die Einnahme Gaos gemeldet, anderen Informanten zufolge wurde aber am Abend noch gekämpft. Die Einnahme des Flugplatzes von Gao war der bislang größte Erfolg bei den Bemühungen, den Norden Malis zurückzuerobern. Die Stadt war im April 2012 zunächst in die Hände von Tuareg-Kämpfern gefallen und wurde seit Juni von islamistischen Rebellen beherrscht. Gao liegt etwa 1200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako.

Internationale Unterstützung wird konkret

Malische Soldaten in Diabali
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Malische Soldaten in Diabali: Die ECOWAS will ihr Kontingent verstärken.

Gleichzeitig konkretisiert sich die internationale Unterstützung für den Einsatz: Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS beschloss, ihr Truppenkontingent deutlich aufzustocken. Statt der ursprünglich vereinbarten 3300 Mann starken Eingreiftruppe sollen nunmehr bis zu 7700 Soldaten die malische Regierungsarmee unterstützen, teilten die führenden Militärs der ECOWAS bei einem Treffen in Abidjan in der Elfenbeinküste mit.

Bisher sind erst knapp 1750 Soldaten der westafrikanischen Nachbarn in Mali eingetroffen, um sich an der Mission "AFISMA" (African-led International Support Mission in Mali) zu beteiligen. Die meisten Soldaten haben mit je 550 die Länder Tschad und Niger bereitgestellt. Das US-amerikanische Verteidigungsminsiterium bot an, französische Flugzeuge, die derzeit in Mali im Einsatz sind, in der Luft zu betanken.

Material aus Deutschland?

Möglicherweise wird auch der Beitrag Deutschlands größer: Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, Lastwagen, Uniformen und Stiefel für die Soldaten sollten bereitgestellt werden.

Weder Deutschland noch andere EU-Mitgliedsstaaten planen derzeit, den französisch-afrikanischen Einsatz mit Kampftruppen zu unterstützen. Die EU will aber ab Mitte Februar bis zu 250 Militärausbilder schicken. Bis 2012 hatten bereits die USA malische Truppen für den Kampf gegen Islamisten ausgebildet. Viele dieser Soldaten, vor allem Tuareg, liefen jedoch anschließend zu den Separatisten im Norden über.

Französisches und malisches Militär rücken auf Timbuktu vor
tagesschau 20:00 Uhr, 27.01.2013, Ellis Fröder, ARD Paris

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Gipfeltreffen der Afrikanischen Union in Äthiopien

Mali soll auch Thema werden beim heute beginnenden Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU). Die Staats- und Regierungschefs sollen festlegen, mit wie vielen Soldaten sie den Mali-Einsatz unterstützen. Die AU will überdies die UNO um vorübergehende logistische Unterstützung bitten, um die Truppen möglichst schnell in Mali einzusetzen.

Krise in Mali im Mittelpunkt des AU-Gipfels
B. Rühl, ARD-Hörfunkstudio Nairobi
26.01.2013 23:09 Uhr

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Stand: 27.01.2013 14:21 Uhr

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