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Islamisten in Mali zurückgedrängt
Französische Truppen nehmen Gao ein
Bei ihrem Vormarsch in Mali haben französische und malische Truppen die Stadt Gao komplett eingenommen. Daran seien auch Soldaten aus Niger und dem Tschad beteiligt gewesen, teilte das französische Verteidigungsministerium mit. Zunächst hatten die Truppen nur den Flughafen sowie eine strategisch wichtige Brücke zurückerobert. Die Brücke gilt als die einzige Verbindung über den Niger in der Region.
3700 französische Soldaten in Mali
Nach Angaben von Le Drian sind inzwischen 2500 französische Soldaten im Kampf gegen Islamisten im Einsatz. Insgesamt seien 3700 französische Armeekräfte an der "Operation Serval" beteiligt, sagte der Verteidigungsminister.
Gao am Fluss Niger, etwa 1200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako gelegen, gilt als ein Rückzugsort der Islamisten. Um den französischen Luftangriffen auszuweichen, seien viele von ihnen in den vergangenen Tagen aus der Stadt geflohen und hätten sich in Richtung Nordosten zurückgezogen, berichteten Anwohner.
Auch in anderen Landesteilen rückten die französischen und malischen Truppen weiter vor. Ein französischer Militärsprecher erklärte, Verbände hätten Léré südwestlich der historischen Stadt Timbuktu erreicht.
Rückendeckung von Obama
Die Islamisten, die seit April 2012 den Norden Malis kontrollieren, waren vor zwei Wochen überraschend Richtung Süden vorgerückt. Um einen weiteren Vormarsch zu stoppen, hatte Frankreich militärisch in seiner ehemaligen Kolonie eingegriffen. Inzwischen gelang es malischen und französischen Truppen, mehrere Städte im Zentrum zurückzuerobern.
Der Militäreinsatz trifft international weitgehend auf Zustimmung. In einem Telefonat gab US-Präsident Barack Obama seinem französischen Amtskollegen Francois Hollande Rückendeckung. Beide seien sich einig gewesen, so schnell wie möglich einen Plan für eine demokratische Führung und freie Wahlen zu erarbeiten, teilte das Weiße Haus mit.
Stand: 26.01.2013 18:35 Uhr
