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Frankreich und EU besorgt

Malische Armee soll Menschen hingerichtet haben

Frankreich und die Europäische Union sind besorgt über Berichte, wonach malische Soldaten schwere Menschenrechtsverstöße begangen haben sollen. Menschenrechtler und Einheimische beschuldigten die Streitkräfte, bei der Rückeroberung des von Islamisten besetzten Norden des Landes Tuaregs und Araber hingerichtet zu haben.

Diese seien der Zusammenarbeit mit islamistischen Kämpfern bezichtigt worden, gegen deren Vormarsch Frankreich Soldaten eingesetzt hat. Andere seien im Besitz von Waffen gewesen, hätten sich bei Kontrollen nicht ausweisen können oder hätten schlicht einer verdächtigen Volksgruppe angehört, berichtet die Internationale Vereinigung der Ligen für Menschenrechte (FIDH).

Nach FIDH-Informationen gab es solche Hinrichtungen in Sévaré, Mopti, Niono und anderen Ortschaften in dem Konfliktgebiet. In Sévaré seien mindestens elf Menschen getötet worden. Es lägen auch glaubwürdige Berichte über 20 weitere Hinrichtungen in dem Gebiet vor, bei denen die Leichen anschließend hastig verbrannt worden seien. Die Organisation forderte eine unabhängige Untersuchung.

"Die Tuareg sind unsere Freunde"

Malische Soldaten
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Malische Soldaten kontrollieren einen Mann in der Nähe von Diabali.

Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sprach von einem "Risiko", ohne die Vorwürfe zu bestätigen. Er rief in französischen Medien auf, "extrem wachsam" in dieser Frage zu sein. Frankreich zähle auf die malischen Offiziere. "Die Ehre steht auf dem Spiel." Zudem betonte Le Drian: "Die Tuareg sind unsere Freunde". Sie seien in Nordmali zu Hause. "Wir müssen sie als Malier achten wie alle anderen."

Die für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva sagte auf einer Pressekonferenz in Ouagadougou, der Hauptstadt von Malis Nachbarland Burkina Faso, die Berichte über "ethnische Kämpfe und aus Rache verübte Übergriffe" seien "sehr besorgniserregend". Georgieva war zuvor gemeinsam mit dem französischen Entwicklungsminister Pascal Canfin mit dem burkinischen Präsidenten Blaise Compaoré zusammengetroffen. Compaoré vermittelt seit dem vergangenen Jahr in dem Konflikt in Mali.

Stand: 24.01.2013 10:39 Uhr

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