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Außenminister besucht Mali

Westerwelle sagt mehr humanitäre Hilfe zu

Guido Westerwelle
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Westerwelle sagte mehr humanitäre Hilfe zu.

Deutschland stockt die humanitäre Hilfe für Mali um eine Million Euro auf und bietet seine Vermittlung im Bürgerkrieg in dem nordafrikanischen Land an. Außenminister Guido Westerwelle gab die Aufstockung der Hilfe auf nun 13,5 Millionen Euro bei einem Besuch in der Hauptstadt Bamako bekannt.

Die Mittel sollen dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zur Verfügung gestellt und nach Angaben des Auswärtigen Amtes vor allem für Nahrungsmittel, die Gesundheitsversorgung und Hilfe für Überschwemmungsopfer im Norden Malis eingesetzt werden.

Nach Angaben aus der deutschen Delegation bot Westerwelle in den Gesprächen mit der malischen Regierung zudem deutsche Unterstützung für innermalische Verhandlungen an. Dies sei auf sehr großes Interesse gestoßen.

Westerwelle in Mali
C. Grabenheinrich, ARD Berlin
01.11.2012 15:30 Uhr

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In seinen Gesprächen mit Außenminister Tieman Hubert Coulibaly und Ministerpräsident Cheick Modibo Diarra habe Westerwelle betont, dass Deutschland bereit sei, Mali auf allen Ebenen zu helfen. Dazu zähle auch die Ausbildungshilfe, wenn ein entsprechendes Konzept erarbeitet sei. Voraussetzung für weitere Hilfe sei aber ein politischer Prozess zur Überwindung der Folgen des Putsches in ganz Mali und der Krise in Nord-Mali, der alle Parteien einbeziehe.

Das an Bodenschätzen reiche Land steht seit März am Rande eines Bürgerkriegs. Um die Niederschlagung eines Aufstands der Tuareg-Volksgruppe im Norden voranzutreiben, putschten die Streitkräfte. Seither wird die Gegend teilweise von Tuareg-Separatisten und der Al Kaida nahestehenden Islamisten kontrolliert. Die Rebellen riefen einen eigenen Staat aus, der international nicht anerkannt wird.

Nicht einmal ein Hubschrauber

Malis Armee sei in einem erbarmungswürdigen Zustand, konstatiert der deutsche Verteidigungsminister, EU-Diplomaten sprechen von einer desolaten Truppe. Experten gehen davon aus, dass diese nur noch aus einigen Tausend Mann bestehe und nicht einmal über einen einzigen einsatzfähigen Hubschrauber verfüge. Beobachter befürchten daher, es könne ein neues Rückzugsgebiet für Dschihadisten entstehen.

Dieser Beitrag lief am 1. November 2012 um 06:38 Uhr auf NDR Info.

Stand: 01.11.2012 15:04 Uhr

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