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Auslandseinsätze der Bundeswehr

Auch Niebel für Mali-Einsatz von deutschen Soldaten

Am 11. Oktober demonstrieren mehrere tausend Menschen in Bamako für eine militärische Intervention des Auslands
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Am 11. Oktober demonstrierten mehrere tausend Menschen in Bamako für eine militärische Intervention des Auslands

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat einen möglichen Einsatz der Bundeswehr in Mali mit deutschen Sicherheitsinteressen begründet. "Mali ist ein Land am Abgrund, und wir wollen nicht, dass es ein verlorener Staat wird", sagte er im ARD-"Morgenmagazin". "Wenn wir es verlieren, dann droht uns ein zweites Afghanistan." Die radikalen Islamisten, die den Norden des westafrikanischen Landes kontrollieren, hätten am Ende nicht Mali zum Ziel, sondern "unsere Lebensform", betonte Niebel. "Deshalb haben wir ein fundamentales eigenes Interesse daran, hier für Stabilität zu sorgen."

Bundeswehreinsatz in Mali immer wahrscheinlicher
C. Grabenheinrich, ARD Berlin
23.10.2012 14:42 Uhr

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"Es geht in erster Linie um eine Ausbildungsmission"

Zuvor hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel grundsätzlich für eine europäische Militärmission in Mali mit deutscher Beteiligung ausgesprochen. Die malischen Streitkräfte seien derzeit "zu schwach, um zu handeln" und bräuchten Hilfe von außen, sagte sie bei der Bundeswehrtagung in Strausberg. Neben Hilfe bei der Ausbildung sei auch materielle und logistische Unterstützung denkbar. Deutschland sei bereit, sich an einer solchen Mission zu beteiligen, "wenn die Voraussetzungen geklärt und gegeben sind". Niebel umriss die Pläne für den möglichen Einsatz deutscher Soldaten nun noch einmal genauer: "Es geht in erster Linie um eine Ausbildungsmission, die mit militärischem Material begleitet werden wird. Es nützt nichts, Material zu liefern, wenn die Menschen in Mali es nicht bedienen können."

Dirk Niebel (FDP) über ein militärisches Eingreifen in Mali
ARD-Morgenmagazin, 23.10.2012

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Am Sonntag hatte bereits Bundesaußenminister Guido Westerwelle eine deutsche Beteiligung an einer Ausbildungsmission in Mali in Aussicht gestellt. Einen Kampfeinsatz von Bundeswehrsoldaten in dem afrikanischen Land schloss er im Gespräch mit der "Bild am Sonntag" aber aus.

Mali ist seit Putsch im Frühjahr geteilt

Mali ist de facto geteilt, seitdem im Frühjahr Islamisten die Kontrolle über den Norden des Landes übernahmen. Der UN-Sicherheitsrat hat grundsätzlich die Entsendung einer Eingreiftruppe der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) in Mali gebilligt, doch bleiben noch Einzelheiten zu klären.

Stand: 23.10.2012 11:36 Uhr

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