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Sicherheitsrat einigt sich auf Resolution
UNO genehmigt Militäreinsatz in Mali
Der UN-Sicherheitsrat hat einstimmig eine Resolution zu Mali verabschiedet, die Unterstützung für eine afrikanische Friedenstruppe verspricht. Eine militärische Intervention in dem westafrikanischen Land rückt damit näher. Dabei geht es allerdings nicht um eine Schutztruppe im direkten Auftrag der Vereinten Nationen. Das Gremium forderte in der Resolution stattdessen die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) auf, innerhalb von 45 Tagen ihre Pläne für einen Truppeneinmarsch im Norden Malis zu präzisieren.
Zugleich appellierte der Sicherheitsrat an die Regierung in Bamako sowie ihre verschiedenen Gegner, "glaubwürdige Verhandlungen" zu beginnen. Die neue Militärregierung Malis hatte die UN um Hilfe gebeten.
Über eine Unterstützung soll aber erst nach einem Bericht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zur Situation im Land entschieden werden. Die UN-Staaten könnten dann mit Ausrüstung und Logistik helfen. Vor allem sollten aber ausländische Experten in Mali die Regierungstruppen ausbilden. Ähnliche Pläne werden auch von der Europäischen Union geprüft. Darüber wird am Montag in Brüssel beraten.
Tausende Demonstranten fordern internationalen Militäreinsatz
M. Dugge, ARD-Hörfunkstudio Rabat
13.10.2012 14:05 Uhr
Islamisten-Vormarsch im Machtvakuum
In Mali hatten im März Soldaten gegen Präsident Amadou Toumani Touré geputscht und ihn entmachtet. Danach gelang es Tuareg-Rebellen und mit ihnen verbündeten Islamisten, weite Teile des Nordens unter ihre Kontrolle zu bringen. Anschließend vertrieben die Islamisten wiederum die Tuareg-Rebellen aus den meisten großen Städten. Mehrere der Gruppen sollen Verbindungen zum nordafrikanischen Ableger der Terrornetzwerks Al-Kaida unterhalten.
Stand: 13.10.2012 05:02 Uhr
