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Luftwaffe Frankreich in Mali

Staatskrise in Mali

Französische Luftwaffe drängt Islamisten zurück

Die französische Luftwaffe geht weiter massiv gegen die Aufständischen in Mali vor. Eigenen Angaben zufolge gelang es ihr, die Rebellen aus der umkämpften Stadt Kona zu vertreiben. Es gebe dort nur noch vereinzelt Widerstand. Ein französischer Hubschrauberpilot kam ums Leben.

Von Marc Dugge, ARD-Hörfunkstudio Rabat

Frankreich flog mit Militärhelikoptern Angriffe auf Stellungen der Islamisten. Nach Angaben des französischen Verteidigungsministeriums kam dabei ein französischer Soldat ums Leben. Die genauen Umstände des Einsatzes sind aber bisher unklar.

Malis Übergangspräsident Dioncounda Traoré hatte Paris um Hilfe beim Kampf gegen die Islamisten gebeten. Er wandte sich am Abend mit einer Fernsehansprache an sein Volk: "Die malische Regierung hat die Entscheidung getroffen, einen landesweiten Ausnahmezustand zu verhängen. Jeder Malier, jede Malierin, muss sich ab jetzt als Soldat des Vaterlands begreifen und sich entsprechend verhalten."

Lage in Mali
M. Dugge, ARD Rabat
12.01.2013 12:15 Uhr

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Berichte über Einschreiten der USA

Die Islamisten hätten die Regierung zum Krieg gezwungen, so Traoré weiter. Die Armee werde nun "massive Vergeltung" üben. Dabei könnten ihm nicht nur französische Militärs helfen, sondern auch Amerikaner. Die US-Regierung erwägt Medienberichten zufolge, Aufklärungsdrohnen über Mali einzusetzen.

Und dann sind da noch die Nachbarn. Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS will Soldaten nach Mali schicken. Die Rede ist von gut 3000 Mann. Kadré Désiré Ouédraogo, Kommissionspräsident der ECOWAS, sagte im Radiosender RFI: "Der Generalstab wird an diesem Wochenende in Bamako einziehen, Anfang kommender Woche sollten die ersten Truppen in Mali sein. Um eine Verschärfung der Sicherheitslage zu vermeiden, hat die ECOWAS entschieden, zu intervenieren."

Hollande sieht sich in Einklang mit UN-Beschlüssen

Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian (rechts) während einer Pressekonferenz in Paris
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Frankreichs Verteidigungsminister Le Drian (rechts) spricht über den Tod eines Hubschrauberpiloten bei den Kämpfen in Mali.

Die afrikanische Eingreiftruppe war schon länger geplant. Der UN-Sicherheitsrat hatte sie schon Ende Dezember abgesegnet. Allerdings hieß es bisher stets, dass sie frühestens im Herbst einsatzbereit sei - wegen vieler logistischer, organisatorischer und politischer Schwierigkeiten.

Nach dem Vorpreschen Frankreichs geht auf einmal alles ganz schnell. Frankreich hat das Heft nun selbst in die Hand genommen. Allerdings, so betont Präsident François Hollande, in völliger Übereinstimmung mit den Beschlüssen des UN-Sicherheitsrats.

Französische Luftwaffe drängt islamistische Kämpfer in Mali zurück
tagesschau 20:00 Uhr, 12.01.2013, Vivienne Radermacher, ARD Paris

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Es ist ein riskantes Spiel für Hollande - schon allein wegen der französischen Geiseln, die sich in den Händen der malischen Islamisten befinden. Sie könnten sich an ihnen für die Militäraktionen der Franzosen rächen. Sanda Ould Bouamama, Sprecher der Islamistengruppe Ansar Dine, sagte im französischen Fernsehen: "Frankreich wird mit Sicherheit den Preis für diese Entscheidung bezahlen. Wir sind nicht schwach. Wir haben zwar keine Flugzeuge und Raketen, aber wir haben den Glauben an Gott. Und der wird uns zum Sieg führen."

Präsident Hollande kann einen Sieg kann allerdings schon feiern: Den Sieg über die öffentliche Meinung in Mali. Augenzeugen berichten aus Bamako, dass viele Malier ihre Autos mit französischen Flaggen dekoriert haben.

Karte des französischen Verteidigungsministeriums, die den Einsatz gegen die Islamisten zeigt
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Die Karte des französischen Verteidigungsministeriums zeigt den Einsatz gegen die Islamisten.

Stand: 12.01.2013 12:43 Uhr

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