Mali soll mehr als drei Milliarden Euro bekommen

Geberkonferenz in Brüssel

Mehr als drei Milliarden Euro für Mali

Malis Präsident Traore und EU-Kommissionspräsident Barroso (Bildquelle: AP)
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Malis Präsident Traoré (links) - hier beim Treffen mit Kommissionspräsident Barroso - sprach von einem "historischen Punkt" in der Geschichte seines Landes.

Die Brüsseler Geberkonferenz für Mali hat deutlich mehr finanzielle Zusagen für das westafrikanische Land erbracht als erwartet. Insgesamt sei ein Betrag von 3,2 Milliarden Euro zusammengekommen, sagte der französische Präsident François Hollande. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy bestätigte, dass die Zusagen damit rund eine Milliarden Euro über der zuvor erwarteten Summe von zwei Milliarden Euro lagen: "Europa steht an der Seite Malis."

"Wir sind an einem historischen Punkt in der Geschichte Malis", sagte der malische Übergangspräsident Dioncounda Traoré. Das malische Volk sei der Westafrikanischen Gemeinschaft, der Afrikanischen Union und der EU "zutiefst dankbar". Deutschland hatte auf der Konferenz 100 Millionen Euro zugesagt.

Die Konferenz sei sehr erfolgreich gewesen, sagte Entwicklungsminister Dirk Niebel. Es seien nicht nur weil viele finanzielle Zusagen gemacht worden, sondern es sei auch deutlich geworden, dass Entwicklungszusammenarbeit "das schärfste Schwert gegen Extremisten und Terroristen" sei.

Zahlreiche Teilnehmer

An der Konferenz nahmen internationale Organisationen wie UNO und Weltbank sowie an die hundert Staatenvertreter teil. Allerdings knüpfen die Geber ihre Hilfe an demokratische Fortschritte in dem westafrikanischen Land.

Niebel, der auch Sprecher der Gebergemeinschaft für Mali ist, sagte weiter: Die anstehenden landesweiten Wahlen seien eine wichtige Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten großen Tranche. Traoré hat für den 28. Juli Neuwahlen angekündigt. Eine demokratisch gewählte Regierung in Bamako gilt als entscheidend dafür, dass sich das Land nach einem Krieg gegen islamistische Rebellen wieder stabilisiert.

Geberkonferenz in Brüssel sagt Mali über drei Milliarden Euro zu
tagesthemen 22:45 Uhr, 15.05.2013, Shafagh Laghai, ARD Nairobi

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Stand: 15.05.2013 17:53 Uhr

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