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Islamisten in Mali zurückgedrängt
Diabali und Konna von Regierungstruppen zurückerobert
Im Norden des westafrikanischen Landes Mali haben französische und einheimische Truppen die Stadt Diabali zurückerobert. Der etwa 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bamako gelegene Ort sei befreit, sagte eine Stadträtin von Diabali. Sicherheitskreise bestätigten die Angaben. "Es gibt viele ausgebrannte Fahrzeuge, die die Islamisten in den Obstplantagen verstecken wollten", sagte der Bürgermeister von Diabali.
Islamistische Rebellen hatte die Stadt am Montag eingenommen. Die Stadt markierte bislang die Front zwischen Islamisten auf der einen sowie französischen und malischen Soldaten auf der anderen Seite. Seit Mittwoch lieferten sich Soldaten heftige Gefechte mit den Islamisten.
Auch Konna zurückerobert
Auch die strategisch wichtige Stadt Konna in der Landesmitte wurde inzwischen von malischen Truppen zurückerobert: "Wir haben Konna völlig unter Kontrolle", erklärte das Oberkommando in Bamako.
Die beiden deutschen Transall-Flugzeuge der Bundeswehr sollen ab Samstag für den Truppentransport zur Verfügung stehen.
UNHCR befürchtet viele Flüchtlinge
Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) befürchtet mehr als 700.000 Kriegsflüchtlinge in Mali. Seit Frühjahr 2012 seien 230.000 Menschen innerhalb Malis und fast 150.000 in benachbarte Länder geflohen. Nach UN-Informationen gibt es in Mali schwere Übergriffe von Islamisten auf Zivilpersonen.
Die Vorwürfe reichen vom Abtrennen von Gliedmaßen bis zu Vergewaltigungen und Zwangsverheiratungen von Mädchen mit Dschihadisten.
Regierungstruppen und französische Soldaten drängen Rebellen zurück
tagesschau 20:00 Uhr, 18.01.2013, Shafagh Laghai, WDR
Stand: 18.01.2013 18:29 Uhr
