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tagesthemen-Interview Macron fordert erweitertes Iran-Abkommen

Stand: 09.05.2018 19:22 Uhr

Neuanfang statt Blick zurück: Frankreichs Präsident Macron hat im tagesthemen-Interview ein erweitertes Iran-Abkommen gefordert. Dies müsse auch das Raketenprogramm umfassen.

Nach dem Ausscheiden der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Verhandlungen über eine Erweiterung des Abkommens gefordert. Die Themen müssten ab heute erweitert werden, etwa um das Raketenprogramm, sagte er im Interview mit den tagesthemen.

Nun müssten die Gespräche auf breiterer Basis stattfinden. Was das bisherige Abkommen ohne die USA wert sei, "müssten die kommenden Wochen zeigen", sagte Macron.

tagesthemen-Interview mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron
09.05.2018

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Macron hatte eine böse Ahnung

Er habe bereits bei seinem Besuch in Washington geahnt, dass die USA den Vertrag verlassen werden. Macron bedauerte, dass er US-Präsident Donald Trump nicht habe umstimmen können. Er habe versucht, den Iran-Deal zu retten. Das Wichtigste sei die Stabilität im Nahen Osten, so Macron.

Das Interview wurde in Aachen geführt. Dort wird Macron am Donnerstag als mutiger Vordenker für die Erneuerung des europäischen Traums mit dem Karlspreis geehrt.

"Europäer müssen Garantien abgeben"

Trump hatte am Dienstag den Rückzug aus dem Atomabkommen sowie neue Sanktionen gegen Iran angekündigt. Die Regierung in Teheran nannte er ein "Terror-Regime".

Irans Präsident Hassan Rouhani hatte sich zwar zu dem Deal bekannt, aber gewarnt, dass die Anreicherung von Uran ohne eine befriedigende Lösung wieder unbegrenzt aufgenommen werden könnte. Das geistliche Oberhaupt Ali Khamenei sagte, wenn die Europäer das Abkommen fortführen wollten, dann müssten sie Garantien abgeben  - "sonst machen sie morgen, was die USA getan haben".

Macron telefoniert mit Rouhani

Nach der Entscheidung hatte Frankreich an den Iran appelliert, die internationale Vereinbarung weiter einzuhalten. Die beiden Länder wollten beim Thema Atomabkommen weiter zusammenarbeiten, teilte der Élyséepalast nach einem Telefongespräch von Macron mit Rouhani mit.

Die Außenminister beider Länder würden sich in Kürze treffen, um über den Fortbestand des Abkommens sowie über die Beibehaltung der Stabilität in der Region zu beraten, hieß es nach dem Gespräch.

Europa: "Die aktuelle Lage ist nicht nachhaltig"

Neben dem Iran ging es im tagesthemen-Interview auch um Reformen für Europa. Dazu sagte Macron: "Ich mache Vorschläge. Das ist meine Pflicht." Der Status quo in Europa sei schlecht für alle. Als Beispiel nannte er den Handelsstreit, die Migrationskrise und die Besteuerung von Internetkonzernen.

"Wir brauchen Reformen, denn die aktuelle Lage ist nicht nachhaltig. Wir müssen raus aus nationalen Egoismen und Tabus", forderte Macron. "Deutschland hat ein Tabu: Das sind die Transferleistungen. Doch ohne geht es nicht." Wenn alles bliebe wie bisher, wäre das "dramatisch".

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 09. Mai 2018 um 22:20 Uhr.

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