Emmanuel Macron erklärt seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2017 | Bildquelle: AFP

Präsidentschaftswahl in Frankreich Macron fordert Hollande heraus

Stand: 16.11.2016 11:31 Uhr

Der französische Präsident Hollande bekommt bei der Wahl weitere Konkurrenz: Der parteilose Emmanuel Macron - bis August Wirtschaftsminister in Hollandes Kabinett - hat seine Kandidatur für 2017 erklärt. Der 38-Jährige gilt als Shootingstar der Pariser Politik.

Der frühere französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron tritt bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr an. Der parteilose Polit-Jungstar verkündete in der Pariser Vorstadt Bobigny seine Kandidatur für das höchste Staatsamt. Damit fordert der 38-jährige Ex-Investmentbanker den sozialistischen Präsidenten François Hollande heraus, für den er erst als Berater und dann als Wirtschaftsminister gearbeitet hatte.

Eigene Bewegung gegründet

Macron war Ende August nach zwei Jahren im Amt als Wirtschaftsminister zurückgetreten. Der als sozialliberal geltende Reformpolitiker verschaffte sich damit Freiraum für eine Präsidentschaftskandidatur. Bereits im April hatte er seine eigene politische Bewegung "En marche!" gegründet. Diese soll nach seinen Worten "weder links noch rechts" sein und eine neue "Dynamik" gegen Reform-Blockaden in Frankreich schaffen.

Für viele Franzosen ist Macron ein großer Hoffnungsträger, der das unter hoher Arbeitslosigkeit und schwachem Wirtschaftswachstum leidende Land nach vorne bringen könnte. In Umfragen liegt er klar vor dem unbeliebten Hollande. Allerdings hat er keinen Parteiapparat hinter sich. Auch ist er noch nie in ein Amt gewählt worden.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 16. November 2016 um 12:00 Uhr.

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