Auswirkungen des anhaltenden Smogs Von China weht die dreckige Luft nach Japan

Stand: 04.02.2013 16:59 Uhr

Der seit Wochen anhaltende Smog in Teilen Chinas hat jetzt auch Folgen für Japan. Wie das Umweltministerium in Tokio erklärte, trug der Wind die von Auto- und Industrieabgasen verschmutzte Luft nach Japan.

Kinder und Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten sich möglichst nicht im Freien aufhalten. Die Internetseite des Ministeriums, die auf einer digitalen Karte besonders gefährdete Regionen ausweist, wurde durch Anfragen besorgter Bürger vorübergehend überlastet.

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Erneut Smogalarm in Peking

Die Sichtweite beträgt in Peking nur noch wenige hundert Meter.

Erneut Smogalarm in Peking: Wegen der ungewöhnlich hohen Schadstoffbelastung hat Chinas Hauptstadt wieder den Luftnotstand ausrufen müssen. (Foto: dpa)

Höchstgrenzen überschritten

Die Luftverschmutzung habe bereits in den vergangenen Tagen die Zulässigkeitsgrenzen der Regierung überschritten, sagte Atsushi Shimizu vom japanischen Institut für Umweltstudien. Seinen Angaben zufolge handelt es sich um giftige Partikel, auch er rät Menschen mit Vorerkrankungen zur Vorsicht.

Die aus China stammende Luftverschmutzung sei vor gut zehn Jahren erstmals beobachtet worden, sagte Toshihiko Takemura, der an der Universität Kyushu forscht. Vor allem über der japanischen Hauptinsel seien die fremden Gifte in den vergangenen Jahren beinahe alltäglich geworden. Takemuras Institut erwartete für Dienstag noch einmal einen deutlichen Anstieg der gefährlichen Luftpartikel.

Seit Tagen zählt der Smog über Peking und anderen chinesischen Megastädten zu den Topthemen der japanischen Medien. Die Nachrichten erklären, wie Windströme die verschmutzte Luft übers Meer westlich nach Japan tragen. Chinas Smogsorgen gelten als weitere Belastung für die wegen Territorialkonflikten im Ostchinesischen Meer angespannten Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Bislang halten sich Japans Behörden mit Kritik am Nachbarland zurück

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