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[Bildunterschrift: LSD-Entdecker Albert Hofmann mit 102 Jahren gestorben. ]
Im Alter von 102 Jahren ist der Entdecker der Halluzinationsdroge LSD, Albert Hofmann, in seinem Haus in Burg im Schweizer Kanton Basel-Land gestorben. Hofmann hatte nach seinem Chemiestudium beim Pharmakonzern Sandoz gearbeitet. Dort hatte er 1938 den Wirkstoff Lysergsäurediäthylamid (LSD) entdeckt, der ursprünglich als Anregungsmittel bei Kreislaufproblemen dienen sollte. Allerdings erwies es sich in Tierversuchen als ungeeignet.
Erst fünf Jahre später stieß Hofmann zufällig auf die halluzinogene Wirkung von LSD: Der Chemiker hatte während der Herstellung etwas LSD durch die Haut aufgenommen. Bei einem nachfolgenden Selbstversuch erfuhr er zum ersten Mal die bewusstseinserweiternde Wirkung. "Alles im Raum drehte sich und die vertrauten Gegenstände und Möbelstücke nahmen groteske, meist bedrohliche Formen an," beschrieb Hofmann seine Erlebnisse, "Kaleidoskopartig sich verändernd, drangen bunte, fantastische Gebilde auf mich ein, in Kreisen und Spiralen sich öffnend und wieder schließend, in Farbfontänen zersprühend."
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Anfangs verkaufte Sandoz LSD 25 unter der Bezeichnung Delysid. Ende der 50er und Anfang der 60er wurde der Wirkstoff bei Hippies wegen seiner Wirkungen auf die Psyche populär. Einige berichteten jedoch von Horrortrips und schrecklichen Erfahrungen unter dem Eindruck der Droge. Mehrere intensive Nutzer erlitten schwere psychische Schäden. 1966 wurde LSD in den USA verboten, danach auch in fast allen anderen Länder.
Hofmann kritisierte die Verbote und forderte, LSD solle für die medizinische Verwendung weiter zugelassen sein. Er räumte später jedoch ein, dass die Droge gefährlich sei, wenn sie in falsche Hände gerate.
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