Eine Frau läuft vor dem Ortsschild von Porter Ranch | Bildquelle: REUTERS

Anwohner mit Gesundheitsproblemen Gasleck - Notstand bei Los Angeles

Stand: 07.01.2016 09:55 Uhr

Tag für Tag strömen aus einem Gasleck bei Los Angeles riesige Mengen Gas aus - seit Monaten. Anwohner klagen über Gesundheitsprobleme, die Umwelt ist massiv belastet. Jetzt hat der Gouverneur den Notstand ausgerufen. Doch so schnell wird sich nichts bessern.

Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown hat wegen eines Gaslecks bei Los Angeles den Notstand ausgerufen. Damit könnten nun alle Kräfte des Staats mobilisiert werden, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und den betroffenen Anwohnern zu helfen, erklärte er.

Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown | Bildquelle: AFP
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Jerry Brown will nun alle Kräfte mobilisieren, um das Leck unter Kontrolle zu bringen.

Schon seit Ende Oktober strömt aus einem Bohrloch über einem unterirdischen Gasspeicher der Firma Southern California Gas Company Methan aus. Laut offiziellen Angaben sind es bis zu 58.000 Kilogramm pro Stunde. Der Gasversorger brachte Tausende Einwohner des Vororts Porter Ranch in Notunterkünften unter - sie hatten über Kopfschmerzen, Übelkeit und Nasenbluten geklagt. Laut Behördenangaben geht aber keine unmittelbare Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung aus.

Das ausströmende Methan hat aber gravierende Auswirkungen auf die Umwelt: Als Ende November besonders viel Gas ausströmte, erhöhten sich die Treibhausgas-Emissionen Kaliforniens um ein Viertel.

Das Unternehmen versicherte, man tue alles dafür, um das Leck in mehr als 2400 Metern Tiefe "schnell und sicher" zu schließen und die Auswirkungen für die Anwohner zu verringern. Es könne aber noch bis Ende März dauern, bis es abgedichtet ist.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. Januar 2016 um 12:00 Uhr.

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