Drei Polizisten stehen vor einem Haus in Didsbury (Greater Manchester) im Zuge von Ermittlungen nach den Angriffen in London  | Bildquelle: dpa

Nach Anschlag in London Spurensuche im ganzen Land

Stand: 24.03.2017 21:02 Uhr

Zwei Tage nach den Angriffen in London versuchen die britischen Behörden, weitere Erkenntnisse über den Angreifer zu gewinnen. Tausende Zeugen wurden befragt. Vier Personen sind in Polizeigewahrsam.

Von Thomas Spickhofen, ARD-Studio London

Nach dem Anschlag in London wurden zehn Personen festgenommen, unter anderem in Birmingham, in London und in Wales. Vier von ihnen sind noch in Polizeigewahrsam. "Wir suchen weiterhin nach dem Motiv des Täters, seiner Vorbereitung und seinen Hilfsmitteln", sagte Mark Rowley von der britischen Terrorabwehr Scotland Yard. Die Durchsuchung von 16 Objekten wurde bereits abgeschlossen, weitere fünf Durchsuchungen dauerten heute noch an.

Man habe im Zuge der Ermittlungen inzwischen zu 3500 Zeugen Kontakt gehabt, sagte Rowley. Es seien weiterhin mehrere hundert Beamte im ganzen Land im Einsatz.

Weitere Festnahmen nach Anschlag in London
tagesschau 16:00 Uhr, 24.03.2017, Julie Kurz, ARD London

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Doppelt so viele Polizisten in London unterwegs

Die Zahl der Sicherheitskräfte auf den Straßen und in den U-Bahnhöfen von London wurde verdoppelt, in anderen Teilen des Landes sind bis zu einem Drittel mehr im Dienst. Sie sollen Einwohnern und Touristen ein Gefühl von Sicherheit geben.

Es gebe keine Hinweise auf eine weitere Bedrohung, sagte Rowley - aber man prüfe immer noch, ob der Täter tatsächlich vollkommen allein gehandelt habe oder ob es andere gab, die ihn unterstützten oder fernsteuerten. Der Terrorexperte von Scotland Yard bat die Öffentlichkeit, bei der Suche nach Lebensweg, Stationen und Verbindungen des Attentäters zu helfen.

Ermittler vermuten islamistisches Motiv

Weiterhin gehen die Ermittler von islamistisch motiviertem Terror aus. Der selbst ernannte "Islamische Staat" hatte behauptet, der Täter sei einer seiner "Soldaten". Hassan Hogg von "Muslims unite for London" sagte, es sei furchtbar, dass so etwas im Namen seiner Religion geschehe. Für alle, die außerhalb seines Glaubens stehen und denken, dies sei normal - nein, das sei es nicht, betonte Hogg.

Eine von Hoggs Gruppe aufgesetzte Spendenseite im Internet sammelte inzwischen 20.000 Pfund ein, die den Opfern und ihren Familien zugutekommen sollen. Auf mehr als eine halbe Million Pfund beläuft sich nach zwei Tagen die Unterstützung für den getöteten Polizisten.

Vier Tote

Die Zahl der Todesopfer des Attentats erhöhte sich inzwischen auf vier. Ein 75-jähriger Brite erlag seinen schweren Verletzungen.

Sechs Verletzte befinden sich nach Angaben von Scotland Yard immer noch in einem kritischen Zustand, eine Person schwebe weiterhin in Lebensgefahr. Die Zahl der Verletzten insgesamt beziffert die Polizei jetzt auf 50. 31 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. März 2017 um 16:00 Uhr.

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