Donald Trump Jr. | Bildquelle: AP

Heikles Treffen von Trump Jr. Auch ein Lobbyist war dabei

Stand: 15.07.2017 04:42 Uhr

Das Treffen des Sohnes von US-Präsident Trump mit einer russischen Anwältin hat noch einen weiteren Zeugen: Der Lobbyist Achmetschin bestätigte seine Teilnahme. Der Geheimdienstausschuss des US-Abgeordnetenhasues will ihn nun befragen.

Das heikle Treffen zwischen der russischen Rechtsanwältin Natalja Veselnitskaja und Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des heutigen US-Präsidenten Donald Trump, hatte nach US-Medienberichten noch einen weiteren Zeugen. Der russisch-amerikanische Lobbyist Rinat Achmetschin bestätigte der "Washington Post", dass er bei dem Gespräch im Juni 2016 dabei war. Bislang war nur bekannt, dass auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sowie der damalige Wahlkampfmanager Paul Manafort an dem Treffen teilgenommen hatten.

Achmetschin bestreitet Geheimdienstverbindungen

Anwältin Natalia Weselnizkaja | Bildquelle: AP
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Das Treffen der russischen Anwältin Natalja Veselnitskaja mit Trump Jr. schlägt weiter hohe Wellen.

Der Sender NBC berichtete, bei Achmetschin handele es sich um einen früheren sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter. Er habe die doppelte Staatsbürgerschaft. Die "Washington Post" schrieb, Achmetschin habe im russischen Militär gedient und angegeben, er sei von russischen Geheimdiensten ausgebildet worden. Achmetschin sagte allerdings der Nachrichtenagentur AFP, er habe "niemals für irgendeinen Geheimdienst gearbeitet".

Der Geheimdienstausschuss des US-Abgeordnetenhauses möchte den Lobbyisten zu dem Treffen befragen. Die sich ständig ändernden Erklärungen zu dem Treffen vonseiten des ältesten Sohn des US-Präsidenten Donald Trump, seien "zutiefst beunruhigend", sagte Adam Schiff, der führende Demokrat im Geheimdienstausschuss.

Mails als Indizien

Trump Jr. hatte dem Treffen zugestimmt, weil ihm kompromittierendes Material der russischen Regierung über Hillary Clinton, die demokratische Kandidatin im Rennen um das Präsidentenamt, in Aussicht gestellt worden war. Trump Jr. machte in dieser Woche einen E-Mail-Wechsel mit dem Publizisten Rob Goldstone öffentlich. Dieser erwähnte dabei, dass der Kreml den Republikaner unterstützen wolle. Die von Trump Jr. veröffentlichten E-Mails gelten als bisher klarstes Indiz, dass Mitglieder aus Trumps-Wahlkampfteam bereit gewesen sein könnten, mit Russland zusammenzuarbeiten.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 15. Juli 2017 um 04:00 Uhr.

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