Tag 4 der Katastrophe Japan-Liveticker vom 14. März 2011

Stand: 15.03.2011 17:44 Uhr

Kyodo: Strahlungsgrenzwerte in Fukushima wieder überschritten

14.03.2011 00:04 Uhr:
Die erlaubten Grenzwerte für radioaktive Strahlung sind nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo am beschädigten Atomkraftwerk Fukushima erneut überschritten worden. Techniker versuchen seit Samstag, einer Kernschmelze in mehreren Reaktoren entgegen zu wirken.

Kyodo: Stromabschaltung verschoben

14.03.2011 00:47 Uhr:
Der japanische Stromversorger vershiebt die die geplante Drosselung seiner Energieversorgung, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Ursprünglich sollte bereits damit begonnen worden sein. Die Verschiebung sei möglich geworden, da sich im Moment ein geringerer Energieverbrauch abzeichne.

Botschaften legen ihren Staatsbürgern Ausreise nahe

14.03.2011 01:11 Uhr:
Die Botschaften mehrerer europäischer Staaten in Japan legen ihren Bürgern die Ausreise nahe. Als Grund werden drohende Nachbeben und ein möglicher GAU im Atomkraftwerk Fukushima angegeben. Neben Frankreich und Österreich forderte auch Deutschland seine Bürger in Japan auf, die Notwendigkeit einer Anwesenheit im Land zu prüfen.

Starke Kursverluste an Tokioter Börse

14.03.2011 01:13 Uhr:
Der Handel am Aktienmarkt in Tokio hat mit starken Kursverlusten eröffnet. Der Nikkei-Index mit den 225 wichtigsten Werten fiel in den ersten Handelsminuten um knapp vier Prozent. Bereits am Freitag gab es ein Minus von 1,7 Prozent. Die Betreiberfirma mehrerer havarierter Reaktoren, Tepco, wurde wegen einer Fülle von Verkaufsaufträgen vom Handel ausgesetzt.

Starkes Nachbeben in Tokio

14.03.2011 02:30 Uhr:
Ein heftiges Nachbeben der Stärke 6,2 hat die Hauptstadt Tokio erschüttert. Es ereignete sich kurz nach 10 Uhr Ortszeit. Über Schäden wurde bislang nichts bekannt.

Japans Premier: Lage im AKW Fukushima 1 besorgniserregend

14.03.2011 02:32 Uhr:
Japans Regierungschef Naoto Kan hat die Lage in der Atomanlage Fukushima 1 als besorgniserregend eingeschätzt. Dort hatte am Samstag eine Explosion das Gebäude rund um den Block 1 zerstört und Befürchtungen einer Kernschmelze ausgelöst.

Neue Tsunami-Warnung

14.03.2011 03:15 Uhr:
Nach einem schweren Nachbeben vor der japanischen Küste haben die Behörden vor einem drei Meter hohen Tsunami gewarnt. Dem Fernsehsender NHK zufolge könnte die Welle bereits in Kürze eintreffen. Küstenbewohner wurden aufgefordert, sich in höher gelegenene Gebiete zu begeben.

Neue Explosion in Atomkraftwerk?

14.03.2011 03:22 Uhr:
Dem japanischen Fernsehsender NHK zufolge könnte es eine Explosion im Reaktor 3 der Atomanlage Fukushima 1 gegeben haben.

Weißer Rauch über Fukushima 1

14.03.2011 03:24 Uhr:
Lokale Medien in Japan berichten, über dem AKW Fukushima 1 steige weißer Rauch auf.

Wetterbehörde: Kein neuer Tsunami

14.03.2011 03:34 Uhr:
Die japanische Wetterbehörde hat mitgeteilt, dass sie nach dem Nachbeben keinen Tsunami registriert habe.

Unklarheit über Schwere der Explosion in Fukushima 1

14.03.2011 03:46 Uhr:
Trotz der erneuten Explosion im Atomkraftwerk Fukushima I ist nach Angaben der Regierung die Hülle um den betroffenen Reaktor offenbar intakt. Es sei unwahrscheinlich, dass eine größere Menge Radioaktivität ausgetreten sei.

2000 Leichen an der Küste gefunden

14.03.2011 03:49 Uhr:
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet mit Bezug auf die japanische Agentur Kyodo, an der Küste seien rund 2000 Leichen gefunden worden.

Regierung: Gefahr weiterer Explosion gering

14.03.2011 05:53 Uhr:
Das Risiko einer weiteren Explosion im Reaktor 3 des japanischen Kernkraftwerks Fukushima ist nach Angaben von Regierungssprecher Yukio Edano gering. Nach der Wasserstoffexplosion in dem Reaktor sei nur eine kleine Veränderung der radioaktiven Strahlung festgestellt worden, fügte er hinzu.

China spricht Japan Beileid aus

14.03.2011 07:16 Uhr:
Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat Japan wegen der Erdbebenkatastrophe mit Tausenden Toten sein Beileid ausgesprochen. Ein chinesisches Rettungsteam sei vor Ort, China habe zudem Hilfsgüter geschickt und werde je nach Bedarf weitere schicken.

Singapur testet japanische Nahrungsmittelimporte auf Strahlung

14.03.2011 07:24 Uhr:
Singapur will die Einfuhr von Nahrungsmitteln aus Japan auf mögliche Verstrahlungen untersuchen. Bei der Untersuchung hätten frische Produkte wie Fisch Vorrang. In Singapur gibt es zahlreiche japanische Restaurants.

Medien: Kühlfunktion in weiterem Fukushima-Reaktor ausgefallen

14.03.2011 07:29 Uhr:
Im Reaktor 2 des AKW Fukushima I fällt nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Jiji das Wasserniveau. Die Kühlfunktionen seien ausgefallen.

Oettinger: Vorzeitige AKW-Schließung möglich

14.03.2011 08:20 Uhr:
EU-Energiekommissar Günther Oettinger schließt als Konsequenz aus den Problemen in japanischen AKWs Japan die vorzeitige Schließung älterer deutscher Kraftwerke nicht aus. Die alten AKWs seien zwar ständig und umfassend nachgerüstet worden, dennoch müsse ohne jede Vorbedingung deren Sicherheit geprüft werden, sagte er im Deutschlandfunk.

Baden-Württemberg prüft eigene AKWs

14.03.2011 08:23 Uhr:
Angesichts der Situation in japanischen Atomkraftwerken überprüft Baden-Württemberg seine eigenen Kernkraftwerke. Ab heute seien Inspekteure im Einsatz, die vor allem die Notstromversorgungen prüfen sollten, sagte Umweltministerin Gönner. Sollten die Experten feststellen, dass die Sicherheit nicht gewährleistet sei, "wird auch abgeschaltet", sagte Gönner.

Regierung: Keine erhöhte Radioaktivität nach Explosion

14.03.2011 08:54 Uhr:
Nach der Explosion am Reaktor 3 im AKW Fukushima I ist laut japanischen Regierungsangaben im Umfeld der Anlage keine erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Bei der Explosion wurde das Reaktorgebäude beschädigt, die Reaktorhülle sei jedoch weiter intakt.

Präfektur Miyagi: Weitere 1000 Leichen entdeckt

14.03.2011 09:05 Uhr:
In der von Erdbeben und Tsunami besonders hart getroffenen nordostjapanischen Präfektur Miyagi sind weitere 1000 Leichen gefunden worden. Die Polizei erklärte, man habe sie bei Inspektionsflügen am Strand gesehen.

Japanische Fußball-Liga: Keine Spiele mehr im März

14.03.2011 09:40 Uhr:
Die japanische Fußball-Liga hat wegen der Erdbebenkatastrophe alle geplanten restlichen Partien für März abgesagt. Liga-Chef Ohigashi berichtete nach einem Gespräch mit dem Präsidenten des Clubs Vegalta Sendai, das Stadion und die dazugehörige Anlage seien zerstört worden, die Mannschaft habe sich praktisch aufgelöst.

Eiskunstlauf-WM in Tokio abgesagt

14.03.2011 10:00 Uhr:
Der Eislauf-Weltverband ISU hat die vom 21. bis 27. März geplanten Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokio abgesagt. Ein Ersatztermin werde geprüft, auch ein Ausfall sei denkbar. Wegen der Naturkatastrophe sei eine planmäßige Durchführung unmöglich.

Zahl der Toten steigt auf 5000

14.03.2011 10:22 Uhr:
Die offiziell bestätigte Zahl der Toten und Vermissten nach dem Erdbeben und dem Tsunami ist in Japan auf 5000 gestiegen. Das teilte die japanische Polizei mit. Lokale Behörden befürchten jedoch, dass die tatsächliche Opferzahl weit höher liegt.

Sechs japanische Häfen schwer beschädigt

14.03.2011 10:28 Uhr:
In Japan sind wegen des Bebens und des anschließenden Tsunamis sechs Häfen schwer beschädigt worden. Die nordöstlichen Häfen Hachinohe, Sendai, Ishinomaki und Onahama sind laut Hafenbetreibern und Reedereien so stark verwüstet worden, dass sie für Monate, wenn nicht sogar Jahre außer Betrieb bleiben dürften.

Westerwelle: Aussetzung längerer Laufzeiten vorstellbar

14.03.2011 10:32 Uhr:
Bundesaußenminister Westerwelle kann sich nach der Atom-Katastrophe in Japan vorstellen, die Verlängerung der Atomlaufzeiten in Deutschland auszusetzen. Die Sicherheit habe Vorrang vor Wirtschaftsinteressen, sagte er. Eine neue Sicherheitsanalyse sei nötig.

Radioaktive Wolke: US-Flugzeugträger bricht Hilfseinsatz ab

14.03.2011 10:56 Uhr:
Der US-Flugzeugträger USS Ronald Reagan hat seinen Hilfseinsatz vor Japan offenbar abgebrochen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Zuvor hatte die "New York Times" geschrieben, das Schiff sei durch eine von einem japanischen AKW ausgehende Wolke gefahren. Crewmitglieder hätten binnen einer Stunde eine Monatsdosis Strahlung abbekommen. Krankheitssymptome seien aber noch nicht gemeldet worden.

Indien überprüft AKWs

14.03.2011 11:50 Uhr:
Angesichts der Probleme in Japan überprüft Indien alle eigenen Reaktoren. Es solle geklärt werden, ob die Reaktoren Ereignissen wie einem Erdbeben oder einem Tsunami standhalten könnten. Indien verfügt über 20 Atomkraftwerke, die meisten davon stehen an der Küste.

Merkel und Westerwelle äußern sich zu Japans AKWs

14.03.2011 11:54 Uhr:
Kanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle werden sich um 16.00 Uhr zu den Atomunfällen in Japan äußern. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die Vorgänge in Japan müssten Deutschland zum Nachdenken bringen. Es stelle sich die Frage, "was daraus zu lernen ist" und welche Konsequenzen umzusetzen seien. Die Bundesregierung sicherte Japan Hilfe zu.

Stromabschaltungen in Japan

14.03.2011 11:55 Uhr:
Der japanische Stromversorger und AKW-Betreiber Tepco hat mit regionalen Stromabschaltungen begonnen. Teile des Großraum Tokios waren daraufhin in Dunkelheit gehüllt. Tepco befürchtet Versorgungsengpässe von bis zu zehn Millionen Kilowatt an Werktagen, nachdem das Erdbeben AKWs beschädigt hatte.

Reaktoren in Tokai II und Fukushima II heruntergekühlt

14.03.2011 11:57 Uhr:
Der Betreiber des Atomkraftwerkes Tokai II, Japan Atomic Power, hat mitgeteilt, der Reaktor werde bis Morgen sicher heruntergekühlt werden können. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji sind auch die Reaktoren Eins und Zwei des Atomkraftwerkes Fukushima II erfolgreich abgekühlt worden.

Probleme mit Brennstäben in Fukushima I

14.03.2011 12:07 Uhr:
Beim Kühlversuch mit Meerwasser im Reaktor 2 des AKWs Fukushima I scheint es einen Rückschlag gegeben zu haben. Japanische Medien meldeten, der Wasserstand des Kühlwassers sei unter das Niveau der Brennstäbe gesunken. Zuvor war versucht worden, den Reaktor mit Meerwasser zu kühlen, um eine Kernschmelze zu verhindern.

Brennstäbe in Block 2 von Fukushima I komplett ohne Wasser

14.03.2011 12:34 Uhr:
Die Brennstäbe im Block 2 des Kernkraftwerks Fukushima I sind nach Angaben von ARD-Korrespondent Hetkämper nicht mehr von Kühlwasser umgeben. Eine weitere Explosion sei wahrscheinlich.

Metro: Hamsterkäufe nahe Tokio

14.03.2011 12:50 Uhr:
In den Großmärkten des Handelskonzerns Metro nahe Tokio gibt es offenbar vermehrt Hamsterkäufe. Die Menschen kauften vor allem Wasser, Reis und Konserven, sagte ein Unternehmenssprecher.

Techniker leiten Meerwasser in gefährdeten Reaktor ein

14.03.2011 12:57 Uhr:
Neuer Versuch zur Kühlung des Reaktorblocks 2 im AKW Fukushima I: Techniker haben offenbar bereits 30 Zentimeter Meerwasser eingeleitet. Die Brennstäbe in dem Reaktor lagen zuvor nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo komplett trocken.

Betreiber schließt weitere Kernschmelze nicht aus

14.03.2011 13:01 Uhr:
Der japanische Kraftwerksbetreiber Tepco schließt eine Kernschmelze im Reaktor 2 des Atomkraftwerks Fukushima I nicht aus. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jiji.

Wind dreht offenbar auf Norden

14.03.2011 13:12 Uhr:
Nach Angaben von ARD-Korrespondent Hetkämper hat sich die Wetterlage in Japan verändert: Der Wind habe auf Norden gedreht. Damit bestehe die Gefahr, dass radioaktive Partikel die Hauptstadt Tokio erreichen.

Offenbar teilweise Kernschmelze in Fukushima I

14.03.2011 13:29 Uhr:
Eine teilweise Kernschmelze hat möglicherweise im Reaktor 2 des japanischen Kernkraftwerkes Fukushima I stattgefunden. Dies teilte die Betreiberfirma Tepco mit. Ein erster Versuch, den Reaktor mit Meerwasser zu kühlen, ist fehlgeschlagen.

Russland will Japan mit Strom aushelfen

14.03.2011 13:52 Uhr:
Russland hat Japan offenbar 6000 Megawatt Elektrizität angeboten, um gegen die Strom-Knappheit vorzugehen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen russischen Minister.

Japanische Experten: Geringere Belastung als bei Tschernobyl

14.03.2011 14:12 Uhr:
Japanische Wissenschaftler gehen offenbar von einer weitaus geringeren radioaktiven Belastung aus als beim Unglück von Tschernobyl. Allenfalls sei mit einem Tausendstel der damals gemessenen Werte zu rechnen, berichtete ARD-Korrespondent Hetkämper in der Tagesschau unter Berufung auf japanische Experten.

Behörden: Kernschmelze in drei Reaktoren droht

14.03.2011 14:20 Uhr:
Im AKW Fukushima I droht nach Angaben japanischer Behörden eine Kernschmelze in insgesamt drei Reaktoren. Das sagte Regierungssprecher Edano laut Nachrichtenagentur Kyodo. Im Reaktorblock 2 könnte die Kernschmelze bereits begonnen haben, erklärte die Betreibergesellschaft Tepco. Die Radioaktivität um den Reaktor sei erhöht.

US-Marine unterbricht Hilfseinsatz

14.03.2011 14:36 Uhr:
Die US-Marine hat den Hilfseinsatz ihrer Schiffe vor der japanischen Küste vorübergehend ausgesetzt. Grund sei eine geringe Dosis an Radioaktivität, die in der Umgebung, an Hubschraubern und bei Besatzungsmitgliedern festgestellt worden sei, teilte die Marine mit.

Zwei Millionen Haushalte ohne Strom

14.03.2011 14:51 Uhr:
Fast zwei Millionen Haushalte in Nordjapan sind derzeit ohne Strom; 1,4 Millionen Haushalte haben kein fließend Wasser, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Sieben Arbeiter bei Explosion verletzt

14.03.2011 15:38 Uhr:
Bei der zweiten Explosion im Atomkraftwerk Fukushima I sind nach Angaben der Betreibergesellschaft Tepco sieben Arbeiter verletzt worden. Von ihnen seien fünf verstrahlt worden, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

17 Franzosen in Japan vermisst

14.03.2011 15:51 Uhr:
Drei Tage nach Beginn der Katastrophe in Japan werden 17 Franzosen vermisst. Bislang gebe es noch keine Bestätigung für französische Todesopfer, teilte das Außenministerium in Paris mit.

Merkel: Setzen Laufzeitverlängerung für drei Monate aus

14.03.2011 16:09 Uhr:
Die Bundesregierung setzt die beschlossene Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Deutschland für drei Monate aus. Dies gab Kanzlerin Merkel als Reaktion auf die Katastrophe in Japan bekannt. [mehr]

Wasserstand im Reaktor 2 offenbar erneut gesunken

14.03.2011 16:23 Uhr:
Der Wasserstand im Reaktor 2 des AKW Fukushima I ist offenbar erneut gefallen, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf japanische Medien berichtet.

Brennstäbe liegen angeblich komplett frei

14.03.2011 16:28 Uhr:
Die Brennstäbe im Reaktor 2 des AKW Fukushima I liegen offenbar vollständig frei, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet.

Merkel: Sofortiges Abschalten von Atomkraftwerken möglich

14.03.2011 16:42 Uhr:
Kanzlerin Merkel hält ein sofortiges Abschalten von Kernkraftwerken in Deutschland für möglich. Dies sei die Konsequenz aus dem von der Regierung beschlossenen dreimonatigen Moratorium für die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke, sagte sie. Wenn Meiler nach dem früheren Atomkonsens von Rot-Grün keine Reststrommenge mehr hätten, könnten diese sofort abgeschaltet werden. [mehr]

BASF drosselt Produktion in Japan

14.03.2011 16:55 Uhr:
Der Chemiekonzern BASF hat seine Produktion in Japan heruntergefahren. Dies gelte für alle 27 Produktionsstätten, sagte eine Unternehmenssprecherin. Mit ein Grund sei die Energieversorgung der Standorte.

US-Marine nimmt Hilfseinsatz wieder auf

14.03.2011 16:58 Uhr:
Die US-Marine hat den Hilfseinsatz ihrer Schiffe vor der japanischen Küste wieder aufgenommen. Die Aktion war zuvor wegen einer leichten Verstrahlung von Hubschraubern und Besatzungsmitgliedern ausgesetzt worden. Mittlerweile laufe die Hilfsoperation wieder, sagte ein Marinesprecher.

Japan: Knapp 73.000 Gebäude zerstört

14.03.2011 17:06 Uhr:
Durch die Naturkatastrophe in Japan sind insgesamt 72.945 Gebäude zerstört worden oder dauerhaft nicht mehr zu benutzen. Das erklärte das japanische Innenministerium.

IAEA: Japanische Regierung verteilt Jod

14.03.2011 17:18 Uhr:
Die japanische Regierung hat nach Angaben der Atomenergiebehörde IAEA 230.000 Dosen Jod an die Notunterkünfte nahe der beschädigten Atomkraftwerke in Fukushima verteilt. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilte die IAEA auf ihrer Website unter Berufung auf japanische Behörden mit. Das Jod sei noch nicht verabreicht werden, sondern stehe nur bereit, falls dies notwendig werde.

Japan bittet IAEA um Hilfe

14.03.2011 17:33 Uhr:
Japan hat die Internationale Atomenergiebehörde IAEA wegen der Unfälle in den Kernkraftwerken um Hilfe gebeten. Die japanische Regierung habe bei der IAEA um die Entsendung einer Expertenmission angefragt, sagte Behördenchef Amano. Man diskutiere mit Japan momentan die Details.

Nachbeben an japanischer Nordostküste

14.03.2011 17:43 Uhr:
An der Nordostküste Japans hat es Nachbeben der Stärke 5.1 gegeben. Das berichtet die US-Wissenschaftsbehörde United States Geological Survey.

DWD: Wind könnte Radioaktivität nach Tokio tragen

14.03.2011 17:53 Uhr:
In der Nacht zu Dienstag und im Laufe des Tages dreht in Japan der Wind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes aus West in nördliche bis nordöstliche Richtung. Der Nordwind könnte radioaktive Substanzen vom Atomkraftwerk Fukushima nach Tokio transportieren. Der Wind werde aber schwach sein, sagte DWD-Meteorologe Jonas. Außerdem drehe er gegen Dienstagabend wieder zurück in Westrichtung.

BfS: Reststrommenge nur für Neckarwestheim I aufgebraucht

14.03.2011 17:59 Uhr:
Nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz ist nur die Reststrommenge für das AKW Neckarwestheim I aufgebracht. Danach erlischt laut Atomgesetz automatisch die Betriebsgenehmigung. Neckarwestheim I muss damit vom Netz genommen werden. Die AKW Biblis A und Isar I könnten bei gleichbleibender Produktion bis Juli 2011 weiterlaufen, Biblis B, Philippsburg und Unterweser bis Januar 2012.

Lufthansa untersucht aus Japan ankommende Flugzeuge

14.03.2011 18:04 Uhr:
Die Lufthansa untersucht ihre aus Japan ankommenden Flugzeuge inzwischen routinemäßig auf radioaktive Strahlung. Dies sei eine reine Vorsichtsmaßnahme und geschehe aus eigener Initiative, sagte ein Konzernsprecher.

Japan: Strom wird bis mindestens Ende April rationiert

14.03.2011 18:10 Uhr:
Die Japaner müssen sich auf wochenlange Lieferprobleme und Abschaltungen beim Strom einstellen. Die Rationierung in der Stromversorgung werde mindestens bis Ende April dauern, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Energieversorger Tepco. Dies habe Auswirkungen auf den Zugverkehr, die Wirtschaft im Raum Tokio und auf das Alltagsleben der Menschen.

Söder will AKW Isar I abschalten

14.03.2011 18:20 Uhr:
Bayerns Umweltminister Söder will als Konsequenz aus dem Aussetzen der Laufzeitverlängerung nach Angaben des ARD-Hauptstadtstudios das Kernkraftwerk Isar I abschalten.

Wulff bittet um Spenden für Japan

14.03.2011 18:25 Uhr:
Bundespräsident Wulff hat angesichts der Naturkatastrophe in Japan die Deutschen dazu aufgerufen, für das Land zu spenden. "Ich werde das auch tun", sagte er bei einem Treffen mit dem japanischen Botschafter Shinyo in Berlin. Wulff überbrachte sein Beileid im Namen der deutschen Bevölkerung.

Satellitenbilder zeigen Schäden am AKW Fukushima I

14.03.2011 18:32 Uhr:
Das "Institute for Science und and International Security" hat neue Satellitenbilder ausgewertet. Zu sehen sind deutliche Beschädigungen durch Wasserstoff-Explosionen an den Reaktoren 1 und 3 am AKW Fukushima I. [mehr]

IAEA: Keine Hinweise auf Kernschmelze in Fukushima I

14.03.2011 18:55 Uhr:
In den teilweise zerstörten japanischen Reaktoren des AKW Fukushima I läuft nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA derzeit keine Kernschmelze ab. Dies sagte der IAEA-Experte James Lyons bei einer Pressekonferenz der UN-Behörde. "Wir haben keinerlei Angaben, dass dort momentan Brennstoff schmilzt", sagte er.

Seehofer zur ARD: Isar I wird abgeschaltet

14.03.2011 19:13 Uhr:
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer bestätigte in der Tagesschau: "Das AKW Isar I wird abgeschaltet."

EU-Kommissar Oettinger lädt zu EU-Atomgipfel

14.03.2011 19:36 Uhr:
Nach dem schweren Atomunfall in Japan findet am Dienstag ein EU-Spitzentreffen in Brüssel statt, um die europäischen Sicherheitsstandards zu besprechen. EU-Energiekommissar Oettinger lud die Energieminister und Aufsichtsbehörden der Mitgliedstaaten sowie Vertreter der Branche ein, um "Informationen aus erster Hand über Notfallpläne und Sicherheitsmaßnahmen" auszutauschen.

Deutscher Wetterdienst: Wind dreht in Richtung Tokio

14.03.2011 20:25 Uhr:
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in Sachen Wetter vor einem "kritischen Tag" für Japan gewarnt. In der Nacht zum Dienstag und im Laufe des Tages drehe der Wind aus West in nördliche bis nordöstliche Richtung, sagte der DWD-Meteorologe Martin Jonas. Der Nordwind könnte dann radioaktive Substanzen vom Atomkraftwerk Fukushima nach Tokio transportieren. [mehr]

G8-Auftakt: Außenminister erneuern Hilfsangebot für Japan

14.03.2011 20:49 Uhr:
Zu Beginn des G8-Treffens in Paris haben die Außenminister der wichtigsten Industriestaaten ihr Hilfsangebot an Japan erneuert. Man werde genau beobachten, welche Konsequenzen die Katastrophe für die Weltwirtschaft haben werde, hieß es aus Diplomatenkreisen. Frankreichs Staatspräsident Sarkozy empfing die Außenminister der acht wichtigsten Industrienationen zum Auftakt des Treffens im Elysée-Palast.

Fukushima I: Tepco pumpt wieder Wasser in Reaktor 2

14.03.2011 20:51 Uhr:
Der Betreiber des beschädigten AKW Fukushima I, Tepco, unternimmt einen neuen Anlauf, Meerwasser in den Unglücksreaktor 2 zu pumpen. Ein defektes Ventil hatte zuletzt das Einbringen von Kühlmittel in den überhitzten Reaktor verhindert. [mehr]

Region Tokio: Nachbeben der Stärke 4,1

14.03.2011 21:14 Uhr:
Erneut hat ein schweres Nachbeben Japan erschüttert: In der Region Tokio wurde um 5 Uhr Ortszeit (21 Uhr MEZ) ein Beben der Stärke 4,1 registriert. Berichte über Schäden oder Verletzungen gibt es derzeit nicht. Es gibt auch keine neue Tsunami-Warnung.

Radioaktiv verseuchtes Wasser wird ins Meer gepumpt

14.03.2011 23:02 Uhr:
Aus den Reaktordruckbehältern im Atomkraftwerk Fukushima wird radioaktiv verseuchtes Wasser direkt ins Meer zurück geleitet. Das bestätigte die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA. Das Wasser wird zur Kühlung der Brennstäbe benutzt.

Japans Ministerpräsident übernimmt Einsatzleitung

14.03.2011 23:10 Uhr:
Der japanische Ministerpräsident Kan hat die Leitung des Einsatzes zur Bewältigung der Reaktorkrise übernommen. Er werde alle Maßnahmen ergreifen, damit der Schaden nicht größer werde, so Kan.

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