Tag 2 der Katastrophe Japan-Liveticker vom 12. März 2011

Stand: 15.03.2011 17:44 Uhr

AKW: Geringe Mengen Radioaktivität ausgetreten

12.03.2011 05:43 Uhr:
Aus dem AKW Fukushima I ist laut Betreiberfirma Tepco eine geringe Menge Radioaktivität ausgetreten. Der Brennstoff in dem Reaktor sei wegen sinkender Wasserstände möglicherweise beschädigt worden.

Ein Toter und Sachschaden in Kalifornien

12.03.2011 05:48 Uhr:
Die Tsunami-Wellen Erdbeben in Japan haben an der kalifornischen Küste Hafenanlagen und Boote zerstört. Gouverneur Jerry Brown rief für die betroffenen Gebieten den Notstand aus. Ein junger Mann wurde von der Welle mitgerissen und ertrank.

Nordostjapan: Beben der Stärke 6,8

12.03.2011 05:52 Uhr:
In Japan hat es einen Beben der Stärke 6,8 gegeben. Laut US-Erdbebenwarte lag das Epizentrum nahezu in der selben Gegend vor der Nordostküste wie das gestrige Erdbeben der Stärke 8,9. Über Schäden ist noch nichts bekannt.

Radioaktives Cäsium entdeckt, Kernschmelze möglich

12.03.2011 06:47 Uhr:
In der Nähe des beschädigten japanischen Atomkraftwerks Fukushima ist radioaktives Cäsium festgestellt worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Atomsicherheitskommission. Es sei möglich, dass es in dem Reaktor zu einer Kernschmelze komme.

Medien: Explosion in Fukushima 1

12.03.2011 08:59 Uhr:
Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 hat sich laut Medienberichten eine Explosion ereignet. Detonationsgeräusche seien zu hören gewesen Es habe offenbar mehrere Verletzte gegeben.

Behörden: Explosion nicht in AKW

12.03.2011 09:18 Uhr:
Die japanische Atomenergiebehörde hat zu den Berichten über eine Explosion erklärt, diese habe sich nicht im Atomkraftwerk Fukushima 1 ereignet.

Medien: Hülle des Reaktors abgesprengt

12.03.2011 09:23 Uhr:
Japanische TV-Bilder zeigen eine Rauchwolke über dem AKW Fukushima 1. Bei der Explosion ist nach einem Bericht des Senders NHK offenbar die Außenhülle des Reaktors abgesprengt worden. Mitarbeiter seien verletzt worden, die Radioaktivität sein 20 Mal so hoch wie normal.

Entweichen von Radioaktivität bestätigt

12.03.2011 10:25 Uhr:
Kabinetts-Chef Yukio Edano bestätigt das Entweichen von Radioaktivität aus dem AKW Fukushima 1.

Regierungssprecher: Vermutlich sehr ernste Situation

12.03.2011 10:28 Uhr:
Ein japanischer Regierungssprecher hat die Lage nach der Explosion im Atomkraftwerk Fukushima als eine "vermutlich sehr ernste Situation" bezeichnet. Er rief die Bevölkerung auf, ruhig zu bleiben, meldete der Fernsehsender NHK.

Nissan und Honda stellen Produktion ein

12.03.2011 10:41 Uhr:
Die japanischen Autokonzerne Nissan und Honda stellen nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami die Produktion in sämtlichen heimischen Fabriken ein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Evakuierungsradius jetzt 20 Kilometer

12.03.2011 11:18 Uhr:
Die japanische Regierung hat den Evakuierungsradius um die beschädigten AKWs Fukushima Eins und Zwei von zehn auf 20 Kilometer ausgeweitet. Das meldet die Nachrichteagentur Jiji.

Röttgen: Gefährdung für Deutschland unwahrscheinlich

12.03.2011 11:42 Uhr:
Eine Gefährdung Deutschlands wegen der Vorgänge in Fukushima kann laut Umweltminister Röttgen "praktisch ausgeschlossen werden". Diese liege an der großen Entfernung und der Wind- und Wetterlage.

Auswärtiges Amt rät von nicht erforderlichen Reisen ab

12.03.2011 11:46 Uhr:
Das Auswärtige Amt rät von nicht erforderlichen Reisen in den Großraum Tokio und den Nordosten Japans ab. Darüber hinaus empfiehlt es, die Region um das beschädigte Kernkraftwerk Fukushima großräumig zu meiden. Bislang haben man zudem keine Hinweise auf deutsche Opfer der Katastrophe. [mehr]

Kernschmelze in Fukushima bestätigt

12.03.2011 12:19 Uhr:
Die japanische Atomaufsichtsbehörde hat offiziell bestätigt, dass es im beschädigten Atomkraftwerk Fukushima 1 eine Kernschmelze gegeben hat. Das berichtete ARD-Korrespondet Robert Hetkämpfer aus Tokio.

Behinderungen im Flugverkehr

12.03.2011 13:07 Uhr:
Das Erdbeben in Japan hat zu Behinderungen im Flugverkehr mit Deutschland geführt. Zwei Maschinen wurden mit Verspätung in Frankfurt am Main erwartet. Eine Lufthansa-Maschine aus Tokio wird statt um 14 Uhr erst gegen 21 Uhr erwartet.

Tepco: Kein Schaden am Reaktor

12.03.2011 13:33 Uhr:
Die Betreibergesellschaft des beschädigten Atomkraftwerks, Tepco, hat erklärt, dass das Reaktorgehäuse durch die Explosion in Fukushima 1 nicht beschädigt wurde.

Reuters: Seewasser soll Reaktor kühlen

12.03.2011 13:43 Uhr:
Nach Informationen von Reuters will das japanische Energieunternehmen Tepco Seewasser zur Kühlung das beschädigten Reaktorgebäudes einsetzen. Bei der Explosion wurde demnach nur der Betonmantel, jedoch nicht die Stahlhülle um den Reaktor beschädigt.

Japans Messestand auf ITB geschlossen

12.03.2011 13:50 Uhr:
Der offizielle Stand Japans auf der Reisemesse ITB ist heute geschlossen geblieben. Das teilte die Messe Berlin mit.

IAEA: Japanische Behörden geben Jod aus

12.03.2011 14:12 Uhr:
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat bekanntgegeben, dass die japanischen Behörden Jod an die Anwohner des AKW Fukushima 1 ausgeben. Gleichzeitig erneuerte die IAEA ihr Hilfsangebot an die japanische Regierung.

TV: 10.000 Vermisste in Hafenstadt Minamisanriku

12.03.2011 14:45 Uhr:
Nach dem Erdbeben und Tsunami in Japan werden nach einem Medienbericht in einer Hafenstadt im Nordosten Japans noch 10.000 Menschen vermisst. Es soll sich um den Ort den Ort Minamisanriku handeln. Damit würde mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung von 17.000 Menschen in der Stadt vermisst.

Sender: Hohe Strahlung bei Atomkraftwerk

12.03.2011 16:03 Uhr:
Im beschädigten Atomkraftwerk Fukushima ist offenbar radioaktive Strahlung ausgetreten. In der Nähe des Blocks 1 seien 1015 Mikrosievert pro Stunde gemessen worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf die Präfektur Fukushima auf seiner Internetseite.

Russland: Japan bittet um größere Energielieferungen

12.03.2011 16:55 Uhr:
Japan hat Russland um die Erhöhung der Energielieferungen gebeten. Das erklärte der stellvertretende russische Regierungschef Sechin in Moskau. In den kommenden Tagen solle mehr Erdgas und Kohle geliefert werden.

Japan: Akw-Zwischenfall als Kategorie 4 eingestuft

12.03.2011 17:48 Uhr:
Die japanische Atomaufsicht hat die Explosion in einem Reaktor des Kraftwerkes Fukushima 1 in die Kategorie Nummer 4 der von 0 bis 7 reichenden Skala eingeordnet, teilte die Behörde mit.

WHO: Gesundheitsrisiken "niedrig"

12.03.2011 19:23 Uhr:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Gesundheitsrisiken durch Strahlung in Japan als "niedrig" ein. Nach ihren Informationen sei nur eine geringe Menge Strahlung ausgetreten.

Strahlung nahe Reaktor geht offenbar zurück

12.03.2011 21:20 Uhr:
Die Strahlung in der Umgebung des Reaktors Fukushima 1 ist in den vergangenen Stunden offenbar zurückgegangen. Das meldet die Internationale Atombehörde IAEA unter Berufung auf japanische Behörden.

Kühlsystem bei weiterem Reaktor ausgefallen

12.03.2011 22:39 Uhr:
Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 ist offenbar bei einem weiteren Reaktor das Kühlsystem ausgefallen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die japanische Atomaufsichtsbehörde.

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