Tag 1 der Katastrophe Japan-Liveticker vom 11. März 2011

Stand: 15.03.2011 17:44 Uhr

Mindestens 19 Tote nach Erdbeben

11.03.2011 10:16 Uhr:
Durch das schwere Beben vor der Küste Japans und den anschließenden Tsunami sind nach Medienberichten mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere der Opfer seien am Freitag durch den Einsturz von Häusern getötet worden, hieß es in den Berichten. Das japanische Meteorologieamt erklärte, das Beben sei das stärkste, das je in Japan gemessen worden sei, und habe eine Stärke von 8,8 gehabt.

Tsunami-Warnung für den ganzen Pazifikraum

11.03.2011 10:19 Uhr:
Das Tsunami-Warnzentrum hat eine Tsunami-Warnung für fast die gesamte Pazifik-Region ausgegeben. Ausgenommen sind lediglich die Westküsten der USA und Kanadas. Die Warnung gilt unter anderem für folgende Länder: Russland, Taiwan, die Philippinen, Indonesien, Papua Neuguinea, Australien, Neuseeland, Fidschi, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru.

Bisher keine Hinweise auf deutsche Opfer

11.03.2011 10:21 Uhr:
Es gibt zunächst keine Hinweise auf deutsche Opfer, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes mit. Nach ersten Schätzungen leben in der am schwersten betroffenen Region an der Ostküste der Hauptinsel Honschu etwa 100 Bundesbürger.

Japanische Agenturen sprechen von 23 Toten

11.03.2011 10:28 Uhr:

Zahlreiche Verletzte

11.03.2011 10:30 Uhr:
In Tokio stürzte das Dach eines Konferenzzentrums ein, in dem etwa 600 Studenten an einer Zeremonie teilnahmen, wie die Feuerwehr mitteilte. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.

Tsunami-Warnung

11.03.2011 10:33 Uhr:
Die gesamte Liste der möglicherweise vom Tsunami betroffenen Länder findet man hinter dem Link (englisch). [mehr]

Das Rote Kreuz warnt vor dem Tsunami

11.03.2011 10:39 Uhr:
Die Welle sei höher als manche Inseln in dem Ozean, teilte das Rote Kreuz mit. Sie könnten möglicherweise komplett überspült werden.

Tokios Stromversorgung ist für Millionen Haushalte zusammengebrochen

11.03.2011 10:42 Uhr:
In Tokio, 400 Kilometer südwestlich des Epizentrums gelegen, brachen an zahlreichen Stellen im Stadtzentrum Brände aus. Für mehr als vier Millionen Haushalte brach die Stromversorgung zusammen, wie die Versorgungsgesellschaft mitteilte. Der Flughafen Narita wurde geschlossen und evakuiert. Tokio hat rund 8,5 Millionen Einwohner.

Brand in Atomkraftwerk ausgebrochen

11.03.2011 10:46 Uhr:
Im Atomkraftwerk Onagawa ist offenbar ein Feuer ausgebrochen, meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Die Nachrichtenagentur Jiji meldet außerdem, dass im Atomkraftwerk Tepco Fukushima Daiichi das Kühlsystem ausgefallen sei.

Evakuierung auf Hawaii

11.03.2011 10:50 Uhr:
In dem US-Inselstaat haben die Behörden begonnen, Bewohner aus der Küstenregion zu evakuieren. Sie sollen sich, so die offizielle Anweisung, mindestens 15 Meter über dem Meeresspiegel aufhalten.

UN bereitet 30 Einsatzteams vor

11.03.2011 10:52 Uhr:
Die Vereinten Nationen bereiten sich offenbar auf die Entsendung von 30 Einsatzteams zur Katastrophenhilfe für Japan vor. "Unsere Experten stehen in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden in Japan", sagte die Sprecherin des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Einsätze (OCHA), Elisabeth Byrs, der Nachrichtenagentur dpa in Genf.

Zahl der Todesopfer steigt auf 26

11.03.2011 10:59 Uhr:
Die Presseagentur AFP zitiert japanische Medien damit, dass die Zahl der Todesopfer auf 26 gestiegen sei.

Pazifik-Region

11.03.2011 11:07 Uhr:
Meteorologen erwarten, dass der Tsunami im Verlauf des Tages durch den Pazifik zieht. In Neuseeland und Chile soll er erst heute in den späten Abendstunden mitteleuropäischer Zeit ankommen.

Tsunami-Warnung für US-Westküste

11.03.2011 11:18 Uhr:
Die Tsunami-Warnung für den Pazifikraum ist nun offenbar auf die gesamte US-Westküste ausgeweitet worden, berichtet die amerikanische Nachrichtenagentur AP.

Es brennt weiterhin auf dem Gelände des AKW Onagawa

11.03.2011 11:23 Uhr:
Der Brandherd in dem Atomkraftwerk Onagawa befindet sich offenbar auf dem Gelände in einem Turbinengebäude, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte mit, vier Atomkraftwerke in der Nähe des Erdbebengebietes seien aus Sicherheitsgründen abgeschaltet worden.

Mindestens 29 Tote

11.03.2011 11:26 Uhr:
Nach Regierungsangaben sind mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen, sagte Ministerpräsident Naoto Kan in einer Pressekonferenz. Dem japanischen Fernsehsender NHK zufolge war es mit 8,9 das schwerste Beben seit Beginn der Aufzeichnungen Ende des 19. Jahrhunderts.

Auch die Philippinen leiten Evakuierung ein

11.03.2011 11:38 Uhr:
Nach dem US-Bundesstaat Hawaii haben auch die Philippinen Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet. Die Menschen wurden aufgefordert, sich ins Landesinnere zu begeben. Die hawaiianischen Behörden organisierten Busse, um die Menschen in Sicherheit zu bringen.

Das Erdbeben war geologisch auch in Deutschland messbar

11.03.2011 11:51 Uhr:
Die Ausschläge des Erdbebens waren auch in Deutschland deutlich zu messen. Ab einer Stärke von etwa 6,5 Magnitude seien Beben weltweit messbar. Die ersten seismischen Wellen seien etwa zwölf Minuten nach dem Beben im mehr als 9300 Kilometer entfernten Nippon gemessen worden, teilte der Geologische Dienst NRW in Krefeld mit.

Bundesregierung bietet Japan Hilfe an

11.03.2011 11:53 Uhr:
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Japans Premierminister Naoto Kan deutsche Hilfe bei der Bewältigung der Folgen des katastrophalen Erdbebens angeboten. Noch liegt allerdings nach Regierungsangaben keine Bitte um Hilfe aus Japan vor. Von deutschen Opfern durch die Katastrophe ist dem Auswärtigen Amt bislang nichts bekannt.

Zugverkehr ist in Japan weitgehend eingestellt

11.03.2011 11:55 Uhr:
Wegen des schweren Erdbebens ist nach Angaben der japanischen Zuggesellschaft East Japan Railway der Zugverkehr im Nordosten Japans zu großen Teilen eingestellt worden. Auch in der Hauptstadt Tokio steht der Nahverkehr still.

Mindestens 32 Tote

11.03.2011 11:59 Uhr:
Die Zahl der Todesofer ist weiter gestiegen. Mindestens 32 Menschen sind in Japan ums Leben gekommen, rund 30 Menschen sind noch vermisst.

Brand in AKW

11.03.2011 12:03 Uhr:
Der japanische Zivilschutz ist offenbar dabei, den Brand zu löschen, sagte ARD-Korrespondent Philipp Abresch in einer Sonderausgabe der Tagesschau. Außerdem haben offenbar noch zwei Atomkraftwerke Probleme mit der Kühlung.

Mehr als 90 Verletzte

11.03.2011 12:05 Uhr:
ARD-Korrespondent Philipp Abresch berichtet von mindestens 90 Verletzten. Man rechne allerdings mit erheblich höheren Opferzahlen, als bisher bekannt sei, sagte er in einer Sonderausgabe der Tagesschau.

Notstand in Atomanlage ausgerufen

11.03.2011 12:16 Uhr:
Nach dem Versagen des Kühlsystems in einer Atomanlage in Japan ist am Freitag der Notstand ausgerufen worden, meldet die Nachrichtenagentur dapd. Zu einem Austritt von Radioaktivität kam es den Angaben zufolge nicht.

Offenbar erneut Nachbeben

11.03.2011 12:26 Uhr:
Augenzeugen berichten auf Twitter von einem erneuten Nachbeben in Tokio, zum Beispiel hier (englisch): [mehr]

Evakuierungen in Taiwan haben begonnen

11.03.2011 12:30 Uhr:
In Taiwan haben die Behörden wegen des befürchteten Tsunamis tief liegende Küstenbereiche evakuiert. Fischerboote und andere Schiffe wurden aufgefordert, sich aus der Gefahrenzone zu bringen. Taiwans Präsident Ma Ying-jeou setzte ein Krisenzentrum auf Kabinettsebene ein, um Vorbereitungen zu treffen. Es wurde in Taiwan aber nur mit einem vergleichsweise kleinen Tsunami gerechnet. "Die Wellen könnten einen halben Meter erreichen, aber es ist zur Stunde schwer zu sagen", zitierten taiwanesische Medien den Direktor des Erdbebenamtes in Taiwan, Kuo Kai-wen. Die Menschen sollten auf jeden Fall den gefährdeten Gebieten fernbleiben.

In den Atomkraftwerken ist offenbar keine Radioaktivität ausgetreten

11.03.2011 12:36 Uhr:
Mittlerweile sind in Japan fünf Atomkraftwerke abgeschaltet, berichtet ARD-Korrespondent Philipp Abresch. Die AKW seien derzeit das "große SOrgenkind", sagte er in einer Sonderausgabe der Tagesschau.

Russland: Mehr als 10.000 Menschen evakuiert

11.03.2011 12:55 Uhr:
Die Behörden im äußersten Osten Russlands haben mehr als 10 000 Menschen wegen des drohenden Tsunamis in Sicherheit gebracht. Auf der Inselgruppe der Südkurilen sowie auf der Insel Sachalin seien mehrere Siedlungen in Ufernähe evakuiert worden, teilte der russische Katastrophenschutz am nach Angaben von Nachrichtenagenturen mit. Schiffe kehrten schnell in die Häfen zurück, hieß es. Etwa 15 bis 20 Minuten lang seien auf den Südkurilen mindestens vier unterirdische Beben mit der Stärke 5 gemessen worden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.

Anzahl der Todesopfer auf mindestens 40 gestiegen

11.03.2011 13:09 Uhr:
Durch das schwere Beben vor der Küste Japans und den anschließenden Tsunami sind nach vorläufigen amtlichen Angaben mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Weitere 39 Menschen würden vermisst, teilte die japanische Polizei am Freitag in Tokio mit.

Flutwelle soll nach Berichten Schiff mit 100 Menschen erfasst haben

11.03.2011 13:11 Uhr:
Der japanische Sender NHK sowie Nachrichtenagentur Kyodo und andere Medien berichteten, dass ein Schiff mit etwa hundert Menschen an Bord von einem Tsunami fortgetragen wurde. Das Schiff gehöre einem Schiffsbauer im Hafen von Ishinomaki, teilte die Polizei nach Angaben der Medien mit. Über das Schicksal der Menschen war zunächst nichts bekannt.

Entwarnung in Taiwan

11.03.2011 13:13 Uhr:
Nach dem schweren Erdbeben in Japan ist der befürchtete Tsunami in Taiwan ausgeblieben. Die Wellen seien klein geblieben und hätten keine Schäden angerichtet, berichtete die taiwanesische Nachrichtenagentur CNA. Der Tsunami-Alarm wurde wieder aufgehoben. Die Behörden hatten am Nachmittag vorsichtshalber tief liegende Küstenzonen evakuiert, da zuerst mit Wellen von einem halben bis einem Meter gerechnet worden war. Fischerboote und andere Schiffe waren aufgefordert worden, sich aus der Gefahrenzone zu bringen.

80 Feuer brennen in Japan

11.03.2011 13:16 Uhr:
Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, an verschiedenen Orten in Japan würden derzeit in Folge von Erdbeben und Tsunami mindestens 80 Feuer brennen.

Internationale Anteilnahme

11.03.2011 13:22 Uhr:
Bundespräsident Christian Wulff hat in einer Beileidsadresse an Kaiser Akihito geschrieben: "Ich möchte Ihnen und dem japanischen Volk, auch im Namen meiner Landsleute, meine tief empfundene Anteilnahme aussprechen. Bitte übermitteln Sie unser Beileid den Angehörigen der Opfer." Deutschland stehe "in dieser schwierigen Zeit an Ihrer Seite".

EU versichert Solidarität

11.03.2011 13:28 Uhr:
Als Reaktion auf die Erbeben-Katastrophe sicherte auch die Europäische Union dem Land ihre Solidarität zu. "Wir sind zutiefst besorgt über die Nachricht von dem verheerenden Erdbeben", sagten EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy in einer gemeinsamen Erklärung. "Falls nötig, stehen wir für jede Unterstützung bereit", heißt es darin. Auch Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy sagte Japan Unterstützung zu. [mehr]

Anwohner von AKW werden evakuiert

11.03.2011 13:37 Uhr:
In Japan sind rund 2000 Anwohner einer Atomanlage aufgefordert worden, das Gebiet zu verlassen. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, sollte das Gebiet um eine Atomanlage in der nordöstlichen Präfektur Fukushima im Umkreis von zwei Kilometern evakuiert werden.

Feuer in Atomkraftwerk gelöscht

11.03.2011 13:53 Uhr:
Das Feuer im japanischen Atomkraftwerk Onagawa in der Provinz Miyagi ist nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO gelöscht. Nach Angaben der japanischen Behörden ist nach dem Erdbeben keine ausgetretene Radioaktivität gemessen worden, so die IAEO weiter.

Auch eine niedrige Welle kann für Überschwemmungen sorgen

11.03.2011 14:12 Uhr:
Obwohl die Welle in Südamerika nicht mehr hoch sein wird, kann der Tsunami auch dort für Überschwemmungen sorgen. Darauf hat Max Engel vom Geographischen Institut der Universität Köln hingewiesen. Der Geograf geht davon aus, dass die Riesenwelle, die in Japan von dem Erdbeben erzeugt worden ist, mit einer Höhe von 10 bis 20 Zentimetern in Lateinamerika ankommen wird. "In einer Welle befindet sich trotz der geringen Höhe extrem viel Wasser", sagte Engel am Freitag in Köln. Denn Tsunamis hätten sehr große Wellenlängen. Beim Auftreffen auf die Küste könnten sich die Wassermassen aufstauen und zu großen Überflutungen führen.

Tsunami kommt mit niedriger Welle in Indonesien an

11.03.2011 14:15 Uhr:
Die Wellen, die im Nordosten Indonesiens ankommen, sind unter einem halben Meter hoch. Bisher würden sie keinen Schaden anrichten, berichtet die BBC. Allerdings sei es möglich, dass noch weitere Wellen folgen. Die meisten Menschen haben sich bereits in höher gelegenen Gegenden in Sicherheit gebracht.

EU sichert Japan schnelle Hilfe zu.

11.03.2011 14:20 Uhr:
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy schreibt auf Twitter: "Die Bilder aus Japan sind schockierend. Schreckliches Erdbeben!" [mehr]

Japanische Medien: Mindestens 90 Tote

11.03.2011 14:25 Uhr:
Durch das schwere Beben und den anschließenden Tsunami in Japan sind nach Medienangaben mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete am Freitag der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, nach vorläufigem Stand gebe es 60 Tote, 56 Vermisste und 241 Verletzte.

In Sendai sind mehr als 200 Tote gefunden worden

11.03.2011 14:37 Uhr:
Die Zahl der Todesopfer steigt rasant: Allein in den Küstengebieten der japanischen Hafenstadt Sendai wurden nach einer Meldung der japanischen Nachrichtenagenturen Kyodo und Jiji mehr als 200 Leichen gezählt.

Erste Anzeichen des Tsunamis in Hawaii

11.03.2011 14:40 Uhr:
Offenbar sind in Hawaii erste Anzeichen des Tsunamis erkennbar, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Tsunami in Hawaii

11.03.2011 14:53 Uhr:
Die ersten Ausläufer des Tsunamis haben offenbar Hawaii erreicht. Das örtliche Fernsehen zeigte Bilder von hohen Wellen vor den Stränden der zu den USA gehörenden Insel Oahu.

Tsunami auf Hawaii

11.03.2011 15:03 Uhr:
Nach Berichten des amerikanischen Fernsehsenders CNN soll es auf der hawaiianischen Insel Maui deutliche Anzeichen für einen Tsunami geben. So ist es beispielsweise charakteristisch, dass sich das Meer weit zurückzieht, bevor es sich zur Riesenwelle aufbaut. Vor der Küste von Maui soll es sich soeben um etwa 60 Meter zurückgezogen haben, so CNN-Korrespondent Ryan McGuinness vor Ort.

+++ARD-Brennpunkt+++

11.03.2011 15:08 Uhr:
Das Erste sendet heute um 20.15 im Anschluss an die Tagesschau einen Brennpunkt zu der Naturkatastrophe in Japan.

Tsunami auf Hawaii

11.03.2011 15:31 Uhr:
Tsunami-Wellen von mindesten 0,9 Meter sind an den hawaiianischen Inseln Oahu und Kauai angekommen. Die Behörden warnten zudem vor weiteren, höheren Wellen, die kommen könnten.

Ban kondoliert Japan

11.03.2011 15:34 Uhr:
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte sein Mitgefühl mit dem japanischen Volk und der Regierung. Die Vereinten Nationen würden alles in ihren Möglichkeiten stehende tun, um Japan zu helfen, sagte Ban. Die Welt sei schockiert von den Bildern, die an diesem Morgen zu sehen waren.

Technische Probleme in AKW Fukushima

11.03.2011 15:40 Uhr:
Das Notkühlsystem des Atomkraftwerks Fukushima läuft nach Informationen der dpa nur noch im Batteriebetrieb. Die Batterien hätten nur noch Energie für einige Stunden.

Großbrände wüten in Kesennuma

11.03.2011 15:43 Uhr:
In der Küstenstadt Kesennuma, nördlich von Sendai, wüten großflächige Brände. Dies zeigen Luftaufnahmen der japanischen Armee.

Schiff mit 80 Menschen vermisst

11.03.2011 15:56 Uhr:
Vor der Präfektur Miyagi ist ein Schiff mit 80 Hafenarbeitern an Bord verschollen. Es sei von dem Tsunami weggeschwemmt worden, teilte die japanische Küstenwache mit. Derzeit suche man nach dem Schiff.

Japanisches Stahlwerk brennt

11.03.2011 16:01 Uhr:
Im Stahlwerk Kashima des Unternehmens Sumitomo Metal Industries ist Feuer ausgebrochen, wie die Nachrichtenagentur Jiji meldet.

GFZ: Viele Nachbeben in Japan

11.03.2011 16:05 Uhr:
Laut Messungen des Deutschen Geoforschungszentrums in Potsdam wird Japan derzeit alle fünf bis zehn Minuten von Nachbeben erschüttert. Die meisten der Nachbeben haben eine Stärke von mehr als 5.

Militär bereitet Hilfsmaßnahmen vor

11.03.2011 16:17 Uhr:
Die japanische Armee bereitet nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo 300 Flugzeuge und 40 Schiffe für Rettungsmaßnahmen nach dem Erdbeben vor.

Kyodo: Tsunami-Warnung für Indonesien aufgehoben

11.03.2011 16:29 Uhr:
Die Tsunami-Warnung für Indonesien wurde aufgehoben, nachdem nur kleinere Wellen die Strände erreichten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

CNN: Neue Tsunami-Wellen auf Hawaii

11.03.2011 16:33 Uhr:
Der US-Sender CNN meldet, dass Tsunami-Wellen von mehr als sieben Fuß den Hafen auf der Hawaii-Insel Maui erreicht haben.

Erste THW-Helfer auf dem Weg nach Japan

11.03.2011 16:36 Uhr:
Die Bundesregierung hat erste Helfer nach Japan geschickt. Vier Experten des Technischen Hilfswerks (THW) seien unterwegs nach Tokio, teilte das Auswärtige Amt mit. Die Fachleute sollen die Arbeit der Botschaft unterstützen sowie Möglichkeiten für den Einsatz in Japan prüfen, hieß es weiter.

ARD-Brennpunkt ab 20:15 Uhr

11.03.2011 16:45 Uhr:
Das Erste sendet heute Abend ab 20:15 Uhr einen Brennpunkt zum Erdbeben vor Japan.

Kühlmittel erreicht japanisches AKW

11.03.2011 16:58 Uhr:
Die US-Luftwaffe hat nach Angaben von US-Außenministerin Hillary Clinton dringend benötigtes Kühlmittel in das japanische Atomkraftwerk Fukushima geliefert.

KCBS: Tsunami-Wellen erreichen Oregon

11.03.2011 17:06 Uhr:
Die ersten Tsunami-Wellen haben die US-Westküste getroffen. Die ersten Wellen schwappten an die Strände des US-Bundesstaates Oregon, berichtete der örtliche Radiosender KCBS. Die Behörden hatten vor Wellen bis zu einer Höhe von zwei Metern gewarnt.

Dammbruch in Japan

11.03.2011 17:13 Uhr:
Bei der Serie von Beben in Japan ist in der Präfektur Fukushima ein Damm gebrochen. Dabei sollen nach übereinstimmenden Berichten von Kyodo und der "Japan Times" mehrere Häuser fortgespült worden sein.

DAPD: 40 THW-Helfer packen für Japan

11.03.2011 17:40 Uhr:
Das Technische Hilfswerk (THW) bereitet derzeit den Flug von 40 Mitarbeitern ins japanische Erdbebengebiet vor. Derzeit werde in dem THW-Lager für Auslandseinsätze in Mainz Bergungs- und Ortungsgerät gepackt, sagte ein THW-Sprecher der Nachrichtenagentur DAPD.

''Japan Times'': Weniger Todesopfer durch Beben

11.03.2011 17:48 Uhr:
Die japanische Polizei hat nach Angaben der "Japan Times" die Zahl der Todesopfer leicht nach unten korrigiert. Demnach starben bei dem Beben und der darauf folgenden Tsunami 133, nicht 137 Menschen.

Kyodo: Mehr als 1000 Todesopfer

11.03.2011 18:09 Uhr:
Die Zahl der Todesopfer in Japan könnte auf mehr als 1000 steigen, meldet Kyodo. Auf welcher Grundlage diese Schätzungen beruhen, schreibt die japanische Nachrichtenagentur nicht.

Ministerium: 1800 Häuser in Fukushima zerstört

11.03.2011 18:15 Uhr:
Allein in der Stadt Fukushima sind nach Angaben des japanischen Verteidigungsministeriums 1800 Häuser zerstört worden.

Laut AFP zweiter Zug vermisst

11.03.2011 18:20 Uhr:
Im Nordosten Japan wird ein zweiter Passagierzug vermisst. Das schreibt die Nachrichtenagentur AFP.

Große Schwierigkeiten in AKW Fukushima

11.03.2011 18:33 Uhr:
Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima steigt die Radioaktivität in einem Turbinengebäude, meldet Kyodo unter Berufung auf die Betreibergesellschaft. Zudem stieg nach Angaben des Fernsehsenders NHK der Druck in einem der Reaktoren. Es werde derzeit überlegt, wie und ob man den Druck senken könnte. Das Umland des AKW wurde evakuiert.

Obama verspricht Hilfe durch US-Marine

11.03.2011 18:43 Uhr:
US-Präsident Obama hat angekündigt, dass sich die US-Navy in die Rettungsmaßnahmen nach dem Beben einschalten wird. Der in Japan stationierte Trägerverband sei bereits vor der Küste aufgelaufen, ein weiterer sei auf dem Weg dorthin. In einem Telefongespräch mit Premierminister Kan habe er dem japanischen Volk die tiefe Anteilnahme der USA ausgesprochen.

Reuters: Alle japanischen Häfen geschlossen

11.03.2011 19:02 Uhr:
In allen japanischen Häfen ruht die Arbeit. "Es herrscht ein großes Chaos", sagte ein japanischer Schifffahrtsmanager der Agentur Reuters. Nun müssten die Schäden erhoben werden.

TV-Sender: Neue Tsunami-Warnung

11.03.2011 19:30 Uhr:
Die japanische Regierung hat vor weiteren Tsunamis gewarnt. Das meldete der Fernsehsender NHK.

Minister: Austritt radioaktiven Dampfes möglich

11.03.2011 19:47 Uhr:
Es wird erwogen, radioaktiven Dampf aus dem AKW Fukushima abzulassen, um den Druck in einem Reaktor zu senken, berichten japanische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Minister Banri Kaieda.

ARD-Brennpunkt im Livestream

11.03.2011 20:07 Uhr:
Zum schweren Beben vor Japan und den Folgen sendet das Erste ab 20:20 Uhr einen Brennpunkt. Dieser wird auch im Livestream übertragen. [mehr]

Erneut schweres Erdbeben in Japan

11.03.2011 20:09 Uhr:
Der Norden Japans ist von einem weiteren schweren Erdbeben erschüttert worden. Die Erschütterungen hatten eine Stärke von 6,6, meldet der Fernsehsender NHK.

Evakuierungen in Chile, Ecuador und den Osterinseln

11.03.2011 20:44 Uhr:
Angesichts der Tsunami-Gefahr haben in Chile und Ecuador vorsorglich tausende Menschen ihre Wohnorte am Pazifik verlassen. Auf den chilenischen Osterinseln wurden 4500 Bewohner zum Flughafen der Insel gebracht, der 47 Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Unterbrechung des Live-Tickers

11.03.2011 21:01 Uhr:
Derzeit gibt es nur wenige Nachrichten aus der japanischen Erdbebenregion. Die Tsunami hat offenbar nur geringe Auswirkungen auf andere Pazifikanrainer. Deshalb wird dieser Live-Ticker zeitweilig abgeschaltet. Bei neuen Entwicklungen informieren wir Sie natürlich sofort.

Darstellung: