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Der unter Protest des Kirchenvolkes vom Vatikan ernannte Weihbischof von Linz hält Homosexualität für "heilbar". In einem Interview mit dem österreichischen Magazin "Profil" tritt der Geistliche, Gerhard Maria Wagner, für eine "Behandlung" von Menschen mit einer gleichgeschlechtlichen Neigung ein. Auf die Frage ob Homosexualität geheilt werden könne, antwortete Wagner: "Dafür gibt es genügend Beispiele, nur davon spricht man nicht."
[Bildunterschrift: Der neue Linzer Weihbischof Wagner tritt für eine "Behandlung" von Homosexuellen ein. ]
Wagner, der von Papst Benedikt XVI. gegen die Empfehlung der österreichischen Kirchenleitung ernannt wurde, zeigte sich unbeeindruckt von der weit verbreiteten Kritik an seiner Ernennung. "Das prallt an mir ab" sagte er der Tageszeitung "Kurier". Die "Meinung der Welt" und seine eigene würden "halt crashen". Immerhin bekomme er täglich "50 Briefe und 70 E-Mails von Menschen, die sich freuen und mich ermutigen", sagte der Geistliche.
Wenn wegen seiner Ernennung Menschen aus der katholischen Kirche austreten würden, so tue ihm das leid, sagte Wagner dem Blatt. Dennoch habe er keine Angst um die Zukunft der Kirche. "Vielleicht müssen wir erst wieder eine kleine Gruppe werden, um dann stärker hinaus zu wirken. Und dann werden die Wenigen mehr bewegen als die Vielen, die sich nicht bewegen."
Der 54-jährige Wagner hatte in den vergangenen Jahren schon mehrfach durch umstrittene Äußerungen Schlagzeilen gemacht. So warnte er vor den "Harry Potter"-Büchern von J.K. Rowlings, weil er darin "Satanismus" am Werk sah, und nannte den New Orleans verwüstenden Hurrikan Katrina seinerzeit eine Art göttliche Strafe für eine unmoralische Stadt. Nicht zufällig habe der Hurrikan die fünf Kliniken zerstört, in denen abgetrieben worden sei.
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