Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.

28.05.2012

ARD-Logo

Suche in tagesschau.de

Hauptnavigation
Multimedia
Inhalt
Ausland
Verletzte libysche Kämpfer sollen in Deutschland behandelt werden
Verletzte Kämpfer sollen ab Dienstag ausgeflogen werden

Libysche Kämpfer werden in Deutschland behandelt

Der libysche Gesundheitsminister Barakat (mi.) und Bundeswirtschaftsminister Rösler (re.) besuchen einen Verletzten in Tripolis. (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der libysche Gesundheitsminister Barakat (mi.) und Rösler (re.) besuchten ein Krankenhaus in Tripolis. ]
150 schwer verletzte libysche Kämpfer sollen in deutschen Krankenhäusern behandelt werden. Am kommenden Dienstag sollen die ersten Menschen, die bei den Kämpfen gegen den ehemaligen Machthaber Muammar al Gaddafi verwundet wurden, mit Bundeswehrmaschinen ausgeflogen werden, sicherte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler in der libyschen Hauptstadt Tripolis zu. "Wir wissen, dass sie Helden des libyschen Volkes sind", betonte er. Insgesamt müssen noch etwa 2000 verletzte Revolutionskämpfer behandelt und versorgt werden. Allerdings brauchen nicht alle Spezialbehandlungen.

Zum Abschluss eines Besuches übergab Rösler zudem fünf Tonnen Medizin und medizinische Geräte im Wert von rund 250.000 Euro, die von Firmen aus der Gesundheitsbranche gespendet wurden. Der Aufbau eines funktionierenden Gesundheitssystems ist eine der Schwerpunkte der libyschen Führung für die nächsten Jahre.

Übergangsregierung zögert mit Vertragsabschlüssen

Rösler hält sich derzeit mit einer Wirtschaftsdelegation in Libyen auf. Nach der deutschen Enthaltung im UN-Sicherheitsrat im März sollen die Beziehungen zur neuen Regierung in Tripolis verbessert werden. Deutsche Firmen sind vor allem im Öl- und Gassektor aktiv. Grundsätzlich signalisierten die libyschen Gesprächspartner, dass deutsches Know-How in Verwaltung und Wirtschaft sehr willkommen sei.

Bisher ist die Rechtslage in Libyen aber noch unsicher, da es formal noch keine Regierung gibt, die als fester Verhandlungspartner fungieren kann. Gesundheitsminister Naji Barakat machte deutlich, dass der Nationale Übergangsrat und die Übergangsregierung nur Empfehlungen geben könnten, aber keine festen Verträge schließen. "Egal, wer danach kommt, er wird dies berücksichtigen", so der Minister.

Stand: 13.10.2011 19:54 Uhr
 

© tagesschau.de

tagesschau.de ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW