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Erste Wahl im Parlament seit Gaddafi-Sturz
Schagur ist neuer libyscher Regierungschef
Das libysche Parlament hat den langjährigen Oppositionspolitiker Mustafa Abu Schagur zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Der bisherige Stellvertreter des Regierungschefs gilt als Kompromissfigur, die von Islamisten und Liberalen gleichermaßen akzeptiert wird.
Er ist der erste gewählte Regierungschef seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al Gaddafi im vergangenen Jahr.
Nur knapp vor Herausforderer Dschibril
Schakur setzte sich knapp mit 96 von 190 abgegebenen Stimmen gegen den Vorsitzenden der Mehrheitsfraktion, Mahmud Dschibril, durch. Er ist ein führendes Mitglied der Partei der Nationalen Front, einer Oppositionsbewegung, der Islamisten und weltliche Politiker gleichermaßen angehören.
Die Wahl fand wenige Stunden nach einem Angriff auf das US-Konsulat in der ostlibyschen Stadt Bengasi statt. In einem Interview mit dem Sender Al Arabija verurteilte Schagur den "feigen Angriff".
Hauptaufgaben: Sicherheit, Verfassung und neue Wahl
Der 61-Jährige studierte und promovierte in den USA. Dorthin hatte er sich als Gaddafi-Gegner bereits in den 80er-Jahren begeben. Schagurs Hauptaufgabe in Libyen wird es nun sein, für Sicherheit im Land zu sorgen.
Er muss eine neue Regierung bilden, die das Übergangskabinett von Abdelrahim al Kib ablösen soll. Die neue Regierung soll das Land bis zur Verabschiedung einer Verfassung und einer erneuten Parlamentswahl führen.
Stand: 13.09.2012 09:42 Uhr
