Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
[Bildunterschrift: Am 17. Februar sprach Abdurrahim Al Kib bei den Feiern zum einjährigen Beginn des Aufstands in Benghasi. ]
Libyens Übergangsregierung hat finanzielle Hilfen für die Bevölkerung angekündigt. Jede Familie erhalte eine Zahlung von umgerechnet rund 1200 Euro, sagte Ministerpräsident Abdurrahim Al Kib in einer Fernsehansprache. Familien, die Angehörige im Kampf gegen den ehemaligen Machthaber Muammar Gaddafi verloren haben, sollen zudem eine monatliche Sonderzuwendung erhalten.
Ehemalige Rebellen-Kämpfer, die keine Arbeit fänden, will die Übergangsregierung mit einer Zahlung für das vergangene Jahr und die ersten beiden Monate 2012 unterstützen. Auch Studenten sollen finanzielle Unterstützung erhalten.
Am Freitag hatte Libyen den ersten Jahrestag des Volksaufstands gegen Gaddafi gefeiert. Zwar hat sich die Lage nach dem Sturz Gaddafis für viele Libyer verbessert. Doch der Aufbau eines demokratischen Staates erweist sich als schwierig. Auch gelang es noch nicht, die zahlreichen Milizen in Polizei und Armee einzugliedern. Zuletzt wuchs die Unzufriedenheit, und Teile der Bevölkerung forderten raschere Fortschritte.
Auch konnte die Übergangsführung ihre Autorität noch nicht in jeden Winkel des Landes ausdehnen. Dieses Machtvakuum haben Milizen ausgefüllt. Zuletzt kam es zuletzt im Südosten Libyens bei Gebietsstreitigkeiten zu Kämpfen zwischen rivalisierenden Stämmen. Dabei wurden Dutzende Menschen getötet. Die Regierung entsandte am Wochenende weitere Truppen in die Region, um die Gewalt zu beenden.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW