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Herber Rückschlag für die neuen Machthaber in Libyen: Anhänger des getöteten libyschen Ex-Diktators Muammar al Gaddafi haben die strategisch wichtige Wüstenstadt Bani Walid zurückerobert. Das berichteten übereinstimmend die arabischen Fernsehsender Al-Dschasira und Al-Arabija.
[Bildunterschrift: Rauch über Bani Walid? Dieses Foto wurde von libyschen Aktivisten im Internet veröffentlicht. ]
Anwohner und Vertreter der Regierungstruppen berichteten von schweren Zusammenstößen, bei denen mindestens vier Menschen getötet und weitere 20 verletzt worden seien. Es seien auch schwere Panzerabwehrwaffen zum Einsatz gekommen. Auslöser war offenbar die Festnahme mehrerer Gaddafi-Anhänger durch Mitglieder des Nationalen Übergangsrates.
"Sie kontrollieren jetzt die Stadt. Sie fahren in der Stadt umher", zitierte die Nachrichtenagentur Reuters einen Kämpfer der Regierungstruppen. Wie der Sprecher des Stadtrats von Bani Walid, Mahmud al Werfelli, erklärte, hissten die Gaddafi-Kämpfer anschließend die grüne Flagge aus Gaddafis Regierungszeit. Ein Vertreter der Luftwaffe in Tripolis erklärte, es würden Kampfflugzeuge in Richtung Bani Walid entsandt. In der Hauptstadt selbst verstärkten die Sicherheitskräfte ihre Präsenz in den Straßen.
Das südwestlich von Tripolis gelegene Bani Walid galt lange als Gaddafi-Hochburg und war während des monatelangen Volksaufstandes gegen Gaddafi eine der letzten Bastionen seiner Anhänger. Wenige Tage vor dem Tod des früheren Machthabers Mitte Oktober nahmen Kämpfer des libyschen Übergangsrats die Stadt ein. Die nun ausgebrochenen Kämpfe waren die schwersten in Bani Walid seit dem Machtwechsel nach acht Monaten Bürgerkrieg.
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