Libyen nach dem Machtwechsel Gaddafi in der libyschen Wüste beerdigt

Stand: 25.10.2011 09:47 Uhr

Der vor fünf Tagen getötete libysche Ex-Diktator Muammar al Gaddafi ist an einem geheimen Ort in der Wüste begraben worden. Arabische Nachrichtensender berichteten, Vertreter des Übergangsrates aus der Stadt Misrata hätten zusammen mit Gaddafi auch dessen Sohn Mutassim und den früheren Verteidigungsminister Abu Bakr Junis beerdigt.

Über die religiöse Zeremonie im Morgengrauen wurde nichts bekannt. Die Übergangsregierung hatte zuvor erklärt, es sei ein "einfaches Begräbnis" in Anwesenheit muslimischer Geistlicher geplant. "Die Beisetzung findet sehr weit entfernt von medialer Aufmerksamkeit statt", sagte ein Mitglied des Übergangsrates. Die Geheimhaltung des Grabes soll verhindern, dass es zu einer Pilgerstätte für Anhänger des alten Regimes wird. Mit der Familie des Herrschers war offenbar keine Einigung über eine Überstellung der Leichname erreicht worden.

Die Beerdigung beendet ein makaberes Spektakel: Die Leichen Gaddafis, seines Sohnes Motassim und seines Armeechefs waren zuvor tagelang in einem Kühlraum in Misrata zur Schau gestellt worden. Erst am Montag war der Zugang für die Öffentlichkeit wegen der fortgeschrittenen Verwesung beendet worden.

Ex-Machthaber Gaddafi an geheimem Ort in der Sahara beigesetzt
nachtmagazin 00:00 Uhr, 26.10.2011, Matthias Ebert, ARD Kairo

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Untersuchungskommission soll Tod klären

Gaddafi war am vergangenen Donnerstag in seiner Heimatstadt Sirte verletzt und kurz darauf unter bislang noch nicht geklärten Umständen getötet worden. Westliche Diplomaten und Menschenrechtsorganisationen hatten in den vergangenen Tagen an den Übergangsrat appelliert, genau festzustellen, wie Gaddafi ums Leben kam. Die libysche Führung sicherte dies zu, nachdem sie dieser Frage selbst zunächst keine allzu große Bedeutung beigemessen hatte.

Saif al-Islam auf der Flucht?

Unterdessen hieß es, Gaddafis Sohn Saif al-Islam bereite seine Flucht aus Libyen vor. Er befinde sich an der Grenze zu Niger und Algerien und wolle mit Hilfe eines gefälschten Passes das Land verlassen, sagte ein Vertreter der libyschen Übergangsregierung. Es sei fast unmöglich, die Flucht zu stoppen. Das Gebiet sei sehr entlegen und biete zahlreiche Schlupflöcher ins Ausland.

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