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Vorwürfe gegen US-Regierung
Konsulat-Attacke in Libyen hat politisches Nachspiel
Die US-Regierung hat laut Kongressabgeordneten vor dem Terrorangriff auf das Konsulat im libyschen Bengasi mehrfach Bitten nach einem besseren Schutz für die Einrichtung abgelehnt. Es habe bereits vor dem Angriff am 11. September, bei dem der Botschafter Chris Stevens ums Leben gekommen war, eine Serie von Drohungen gegeben.
"Dennoch wurden der Mission in Libyen diese Ressourcen aus Washington versagt", schrieben die Vorsitzenden des Aufsichtskomitees im Kongress in einem Brief an Außenministerin Hillary Clinton. Die Kongressabgeordneten setzten für kommende Woche eine offizielle Anhörung zu dem Thema an. Das Außenministerium in Washington nahm zu den Vorwürfen zunächst keine Stellung. "Wir sammeln derzeit alle Informationen zusammen, damit wir antworten können", sagte eine Sprecherin.
Spezialeinheiten sammeln Material für möglichen Angriff auf Täter
Erst gut zwei Wochen nach der Attacke hatten die US-Geheimdienste erklärt, dass es sich entgegen ersten Erkenntnissen doch um einen Terroranschlag gehandelt habe. Möglicherweise hätten die Täter Verbindungen zu Al-Kaida gehabt. Zunächst hatte die US-Regierung von einer spontanen Aktion aufgebrachter Muslime als Reaktion auf ein islamfeindliches Mohammed-Video aus den USA gesprochen.
Unterdessen berichtete die "New York Times", dass US-Militärs einen Vergeltungsschlag ins Auge fassten. Spezialeinheiten haben demnach Informationen für einen möglichen Angriff auf die Täter des Konsulatanschlags gesammelt. Es seien aber noch keine Entscheidung über eine mögliche Aktion zur Gefangennahme oder zur Tötung der Täter gefallen, heißt es. Präsident Barack Obama hatte versprochen, die Verantwortlichen zur Verantwortung zu ziehen.
Stand: 03.10.2012 05:27 Uhr
