Nach dem Sturz Gaddafis 2011 versank Libyen in einen Bürgerkrieg | Bildquelle: REUTERS

Friedensplan unter UN-Vermittlung Libyen macht Schritt Richtung Frieden

Stand: 17.12.2015 15:50 Uhr

Mehr als ein Jahr wurde verhandelt, jetzt haben die libyschen Konfliktparteien einen Vertrag über die Bildung einer Einheitsregierung unterzeichnet. Die UN vermittelten. Nach dem Sturz von Langzeit-Diktator Gaddafi 2011 war das ölreiche Land auf dem Weg zum "failed state".

Mitglieder der beiden rivalisierenden Parlamente in Libyen haben in Marokko einen Vertrag über die Bildung einer Einheitsregierung unterzeichnet. Der von den Vereinten Nationen vermittelte Plan sieht auch vor, dass sich eine Regierung der Nationalen Einheit um Sicherheits-Unterstützung von außen bemüht, um die inneren Konflikte zu schlichten.

Nach Gaddafis Sturz kam der Bürgerkrieg

"Heute ist ein historischer Tag für Libyen", sagte der UN-Sondergesandte Martin Kobler bei der feierlichen Unterzeichnung in dem marokkanischen Badeort Skhirat. Bei der Unterzeichnung brandete Applaus auf, die Zuschauer riefen "Libyen, Libyen".

Libyen versinkt seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi 2011 in einem Bürgerkrieg. Verschiedene Milizen kämpfen gegeneinander. Zudem konkurrieren zwei Regierungen und Parlamente miteinander: ein international anerkanntes Parlament im ostlibyschen Tobruk und ein von Islamisten dominiertes Abgeordnetenhaus in Tripolis. Das Chaos machen sich Extremisten wie die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zunutze. Europa beobachtet zudem mit Sorge, dass Libyen als Basis für Flüchtlingsschlepper dient.

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